Di, 12. Dezember 2017

"Krone"-Ombudsfrau

06.12.2017 10:30

Desolater Gemeindebau seit 62 Jahren nicht saniert

Winterliche Temperaturen und der erste Schnee erinnern die Mieter eines Wiener Gemeindebaus einmal mehr daran, wie dringend eine Renovierung nötig ist: Die Wohnhausanlage wurde nämlich in sechs Jahrzehnten nie grundlegend saniert. Laut dem zuständigen Stadtrat ist damit auch nicht vor 2020 zu rechnen.

"Die Mauern in den Stiegenhäusern und in mancher Wohnung sind feucht. Durch die alten, teils völlig kaputten Fenster regnet und schneit es herein", schildert Mieterin Regina L. den Zustand der Wohnhausanlage Bossigasse in Wien-Hietzing.



1955 wurde der Gemeindebau mit seinen 192 Wohnungen fertiggestellt - und seither noch nie einer grundlegenden Sanierung unterzogen. "Es wurden lediglich kleine, unbedingt notwendige Arbeiten gemacht."

Leeres Versprechen
Erfreut waren die Bewohner, als ihnen vor rund 13 Jahren seitens der Stadt Wien eine Sanierung in Aussicht gestellt wurde. Die Freude währte aber nur kurz, es handelte sich um ein leeres Versprechen. 2011 stellte Wiener Wohnen dann bei der Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten einen Antrag auf Mietzinserhöhung. Dieser wurde jedoch abgelehnt, da genügend Kapital für die Renovierung vorhanden sei - doch saniert wurde bis heute trotzdem nicht.

Sanierung im Jahr 2020 geplant
Laut Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) ist eine Sanierung im Jahr 2020 geplant. Diese könne auch aus den laufenden Mieteinnahmen gedeckt werden. Vorbereitende Arbeiten sind bereits begonnen worden. Ob den Worten jemals Taten folgen?

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