Mi, 13. Dezember 2017

Gniebing

04.12.2017 18:14

Crash: Auto gegen Schülerbus

Zwei Tote und 23 Verletzte forderte am Samstag ein tragischer Unfall im Burgenland, als ein Pkw frontal mit einem Reisebus zusammenstieß. Ähnliche Szenen spielten sich am Sonntagabend auch in Gniebing ab: Dort prallte ein Alko-Lenker nach einem Überholmanöver gegen einen Schülerbus. Aber hier: keine Verletzten!

Furchtbare Szenen spielten sich – wie berichtet – am Samstag im Burgenland ab: Renato F. (31) krachte mit seinem Pkw gegen einen Reisebus, der sich auf der Heimreise von einem Christkindlmarkt in Wien befand. Für den Pkw-Lenker und seine Begleiterin Marjana (29) kam jede Hilfe zu spät, außerdem mussten die Einsatzkräfte 23 Businsassen versorgen.
Ähnliches passierte am Sonntagabend auf der B 68 in Gniebing: „Wir sind gerade mit dem Bus zurück ins Internat der Tourismusschule gefahren, als plötzlich ein Auto auf unserer Spur entgegengekommen ist", erzählt Paul Arthur Heyek (18), Schüler der Tourismusschule Bad Gleichenberg. „Der Busfahrer hat geflucht, alles ist wie in Zeitlupe abgelaufen, wir haben uns in die Sitze hineingedrückt, und dann hat es gekracht", erzählt sein 15 Jahre alter Kollege.

Was war passiert? Ein 21-jähriger, schwer Alkoholisierter (er hatte mehr als 1,2 Promille intus) wollte mit seinem Auto einen vor ihm fahrenden Pkw überholen, hatte den Bus aber übersehen. „Nach dem Zusammenstoß hatten wir alle Angst, dass es Verletzte gibt", erzählt der 18-jährige Schüler, „aber dann ist der Fahrer selber aus dem Auto gestiegen."

Dass niemand verletzt worden ist, bleibt ob der Bilder ein Wunder. Eher eigenartig: Jener Autolenker, der vom 21-Jährigen überholt worden ist, fuhr nach dem Vorfall davon, kümmerte sich nicht weiter um mögliche Verletzte. Die Burschen und Mädchen der Tourismusschule  stiegen danach in einen Ersatzbus um. Der Schock sitzt tief: „Wir hatten Angst und sind froh, dass wir heil im Internat angekommen sind. Ein großes Danke an unsere Erzieher, die sich großartig um uns gekümmert haben!"

Monika Krisper und Wulf Scherbichler, Kronen Zeitung

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