Mi, 13. Dezember 2017

Spielzeug & Frieden

06.12.2017 10:19

Das schreiben die Wiener Kinder dem Christkind

Das wohl bekannteste Postamt der Welt befindet sich in Steyr am Christkindlweg 6. Jedes Jahr kommen dort 10.000 Briefe mit den Weihnachtswünschen an das Christkind von den Kindern in Österreich an. Eine Zweigstelle hat das besondere Postamt aber auch in Wien, beim Adventmarkt auf der Freyung. Was die Kinder an das Christkind so schreiben und was es darauf antwortet, hat City4U erfahren.

Bereits seit 1950 gibt es das Postamt des Christkindes in Steyr. Ein US-Besatzungsmitglied hatte die Idee dazu. Die Post setzte sie auch bald in die Tat um und es wurde sogleich zum Erfolg. Im ersten Jahr langten 42.000 Briefe dort ein. Mittlerweile sind jede Weihnachtszeit 16 Mitarbeiter damit beschäftigt, Sonderstempel aufzudrücken, Kinderbriefe an das Christkind zu beantworten und Weihnachtssendungen weiterzuleiten - insgesamt rund 1,8 Mio. Sendungen werden jedes Jahr bearbeitet.

#Ein Tag im Postamt des Christkindls

Jedes Jahr kommen rund 15.000 Kinderbriefe aus dem Aus- und 10.000 aus dem Inland beim weihnachtlichen Postamt an. Eine große Anzahl davon stammt aus Wien, viele Wunschzettel aus der Hauptstadt werden aber direkt beim Christkindl-Postamt auf der Freyung abgegeben. Die Briefe mit den Wünschen der Kinder werden allesamt geöffnet und von den Mitarbeitern gelesen. Bis Weihnachten oder kurz danach bekommen dann auch alle eine Antwort vom Christkind. Die ist zwar standardisiert, aber die Freude über die Antwort fällt trotzdem groß aus.

#Was wünschen sich die Kinder

"Natürlich wünschen sich die Kinder am häufigsten Spielzeug. Außerdem vor allem Frieden auf Erden und Gesundheit in der Familie", erzählt eine Mitarbeiterin vom Postamt in Steyr im City4U-Gespräch. Was das Christkind antwortet, wollte man aber nicht verraten: "Sonst ist es keine Überraschung mehr für die Kinder." Neben den Klassikern werden aber auch oft Haustiere und Geschwister gewünscht. Vor allem Kinder im Volksschulalter und jünger verfassen Briefe ans Christkind.

#Alles verändert sich

Millionen von Sendungen sind seit den letzten 67 Jahren in den weihnachtlichen Sonderpostämtern eingegangen. Haben sich die Briefe an das Christkind mit der Zeit also verändert? Ja. Früher haben die Kinder mehr geschrieben, von ihrem Weihnachten, Advent und Leben erzählt. "Es wurde auch mehr gezeichnet. Heute wird viel aus den Katalogen ausgeschnitten oder ein Computerausdruck gemacht", erklärt die Mitarbeiterin. Die Wünsche haben sich ebenso geändert: "In der jetzigen Zeit wollen die Kinder mehr Computerspiele und technische Sachen und natürlich nicht mehr nur ein Geschenk. Es ist mehr ein 'Liebes Christkind. Ich wünsche mir:" und dann folgt eine lange Liste mit Dingen'."

#Auch Erwachsene schreiben dem Christkind

Obwohl die Wünsche mehr und die Briefe kürzer werden, gibt es trotzdem noch viele Kinder, die dem Christkind von ihren Sorgen und Freuden im Alltag erzählen. "Auch manche Erwachsene schreiben über ihre Probleme und Ängste im Leben an uns", betont die Mitarbeiterin. Wenn ein Brief besonders heikle Themen oder Sorgen enthält, wird er an das Pfarramt weitergeleitet. Dort wird eine persönliche Antwort an den Absender verfasst und kein standardisierter Brief abgeschickt. Mit ein paar lieben Worten vom Christkind wird der Heilige Abend sicher noch schöner. Schließlich soll Weihnachten nicht nur Geschenke sein.

Dezember 2017

Was habt ihr ans Christkind geschrieben? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Viktoria Graf
Viktoria Graf
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