Mo, 18. Dezember 2017

Einsatz in Wien

04.12.2017 10:35

Brand in Stiegenhaus: Familie ins Spital gebracht

Einsatz für die Berufsfeuerwehr sowie die Berufsrettung am Sonntagabend in der Treustraße im Wiener Bezirk Brigittenau: In einem Stiegenhaus eines Wohngebäudes hatte ein abgestellter Gegenstand - unklar war aufgrund der völlig verbrannten Überbleibsel, worum es sich dabei genau gehandelt hatte - zu brennen begonnen. Rasch breitete sich beißender Rauch aus. Eine fünfköpfige Familie wurde von der Rettung ins Krankenhaus eingeliefert.

"Wir sind mit einem Katastrophenzug zum Einsatzort ausgerückt", berichtete die Pressesprecherin der Wiener Berufsrettung am Montagvormittag gegenüber krone.at. Die Helfer waren wegen eines Feuers in einem Wohnhaus alarmiert worden. Ein Gegenstand, der im Stiegenhaus abgestellt worden war, hatte zu brennen begonnen.



Möglicherweise handelte es sich um einen Kinderwagen, ein Einkaufswagerl oder einen Rollator. Da lediglich ein schwarzes Metallgestänge übrig blieb, ließ sich das bislang nicht verifizieren, so der Sprecher der Berufsfeuerwehr, Gerald Schimpf. Eine Stunde lang stand die Berufsfeuerwehr im Einsatz und brachte zahlreiche Menschen aus insgesamt 15 Wohnungen in Sicherheit.

Leichte Rauchgasvergiftung
"Eine fünfköpfige Familie - ein Mann sowie eine Frau im Alter von 34 Jahren sowie ein zwölfjähriges Mädchen und zwei Buben im Alter von 13 und drei Jahren - wurde von uns zunächst notfallmedizinisch betreut und danach ins Krankenhaus eingeliefert", so die Sprecherin weiter. Der Familienvater musste per Drehleiter aus der verrauchten Wohnung gebracht werden, während die übrigen Mitglieder selbst flüchten konnten. Ihr Gesundheitszustand war nicht allzu besorgniserregend: "Sie alle haben leichte Rauchgasvergiftungen erlitten", so der Feuerwehrsprecher.

Die Ursache für das Feuer wird nun von Brandermittlern des Landeskriminalamtes untersucht.

Achtung vor brandgefährlichen Gegenständen in Stiegenhaus
Der Feuerwehrsprecher machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass das Abstellen, Ablagern oder Aufhängen brandgefährlicher Gegenstände im Stiegenhaus bzw. auf Fluchtwegen laut Wiener Feuerwehrgesetz untersagt ist. Dazu gehören - in der Adventzeit aktuell - auch Weihnachtsdekorationen. "Reisig zum Beispiel brennt sehr schnell, wenn es trocken wird", sagte Schimpf.

Ungefährlich seien Materialien aus Porzellan und Metall. Zum gefährlichen Hindernis können im Fall eines Brandes auch Pflanzen oder Schuhregale werden, wenn Menschen durch das finstere - weil verrauchte oder nicht beleuchtete - Stiegenhaus den Weg ins Freie suchen müssen.

Fünfköpfige Familie starb bei Brand in Stiegenhaus
Wie gefährlich und todbringend ein Feuer im Stiegenhaus sein kann, zeigt etwa der tragische Fall einer Familie aus Großbritannien. Im Jahr 2013 hatte eine damals 43 Jahre alte Frau einen Kinderwagen angezündet, eine fünfköpfige Familie starb. Die Täterin wurde wegen fünffachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden