Mo, 18. Dezember 2017

Pflanzengift-Debatte

03.12.2017 17:24

"Ziel ist ein Glyphosat-Verbot in Oberösterreich!"

Ein Achterbahn der Gefühle machte zuletzt Umwelt-Landesrat Rudi Anschober mit! Zunächst war er nach der Verlängerung der Glyphosat-Zulassung durch die EU um weitere fünf Jahre am Boden. Nun ist er guter Dinge, das Verbot auf regionaler Ebene umsetzen zu können. Kärnten verfolgt ähnliche Pläne.

"Krone": Wie sehr schmerzt die Entscheidung der EU, Glyhposat für weitere fünf Jahre zuzulassen?
Rudi Anschober: Sehr. Die Kommission hat sich für die Interessen der Agrarlobby und gegen die Gesundheit der EU-Bürger und die Umwelt gestellt. Das ist fahrlässig vor allem unseren nächsten Generationen gegenüber. Ich gebe aber nicht auf und kämpfe weiter für ein Verbot!"

"Krone": Wie wollen Sie vorgehen?
Anschober: Ich lasse gerade prüfen, ob eine Verordnung im Rahmen des Pflanzenschutzmittelgesetzes, wie sie Kärnten anstrebt, auch bei uns rechtlich möglich wäre. Es wäre auf jeden Fall ein Riesenerfolg. In Kärnten hat sich zuletzt auch der Agrarlandesrat bewegt. In Oberösterreich fehlt mir von Herrn Hiegelsberger diese Bekenntnis noch.

"Krone": Da müssen Sie noch Überzeugungsarbeit leisten?
Anschober: Ich plane einen runden Tisch mit Vertretern der Asfinag, ÖBB, Landwirtschaft, Kleingärten und Gemeinden.

"Krone": Wie viele Gemeinden verzichten bereits auf das Gift?
Anschober: Es liegen keine genauen Zahlen auf. Deshalb hab ich jeden Bürgermeister angeschrieben. Ich will sie auf das Thema aufmerksam machen und wissen, ob die Gemeinden im eigenen Wirkungsbereich, etwa bei der Pflege der Parks, Friedhöfe oder der Straßenerhaltung, auf Glyphosat verzichten.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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