Mo, 18. Dezember 2017

Broschüre hilft:

01.12.2017 00:41

Kleine Rituale machen die Adventwochen besinnlich

"Voll guter Hoffnung" - so ist eine 79-seitige Broschüre der Diözese Linz betitelt. Das Liturgiereferat gibt darin Tipps für die Gestaltung des Advents. Wie man mit kleinen Ritualen - da gehört schon das Anzünden einer Kerze dazu - den Alltag unterbricht. Die einzelnen Feiern sind bewusst einfach gehalten und kindgerecht. So etwas ist wichtig, denn Besinnlichkeit kann man nicht kaufen.

"Die ausgewählten biblischen Texte klingen im Advent ,voll guter Hoffnung‘. Sie laden uns ein, vertrauensvoll nach vorne zu blicken. Dabei sind die einzelnen Feiern im Aufbau bewusst einfach gehalten, besonderes Augenmerk wurde auch darauf gelegt, die Kinder mit einzubinden", erklärt Mike Kraml, Leiter des Kommunikationsbüros der Diözese Linz den Inhalt der neuen Broschüre, die von Liturgiereferat und Behelfsdienst gestaltet wurde.

Neuer Leitfaden hilft vor allem Eltern mit Kindern
Der neue Leitfaden ist besonders für Familien mit kleineren Kindern  gedacht, Eltern soll ein Gerüst gegeben werden, wie sie den Advent mit  Ritualen  gestalten  können. Im Anschluss an jeden Feiertext gibt es ein Kinderelement. Viele dieser Vorschläge sind  bebildert.

Im Dunklen eine Kerze anzuzünden, genügt  oft
"Alle Lichter ausmachen, gemeinsam eine Zeit lang im Dunklen sitzen und das aushalten. Kleine Kinder sagen dann oft, sie mögen es lieber, wenn es hell ist. Warten. Dann eine Kerze anzünden und zusehen, wie es heller wird. Oder gemeinsam mit ihnen am Adventkranz riechen, ihn angreifen und fühlen, ob er stachelig ist oder glatt. Mit allen Sinnen dabei sein -  das ist wenig Aufwand und bringt viel. Es gibt auch kleine Gebete, die gut zum Advent passen", rät Irmgard Lehner, dreifache Mutter und Pfarrassistentin in der Welser Pfarre St. Franziskus, die auch an der Broschüre "Voll guter Hoffnung" mitgearbeitet hat - mehr dazu  im Interview.

"Krone": Warum sind Rituale im Advent so wichtig?
Irmgard Lehner: Sie zeigen uns, worum’s wirklich geht. Die Spannung, das Warten auf das Licht, auf Gottes Ankunft - und die wichtigste Botschaft: nicht fürchten!

"Krone": Sie raten, einfach zu sein.
Lehner: Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Man kann eine Fensterbank frei machen, dort für jeden Tag ein Teelicht aufstellen, Naturmaterialien, die man beim Spazierengehen findet, dazulegen und mit einzelnen Krippengestalten den Weg zum Weihnachtsfest versinnbildlichen.

"Krone": Manche schätzen auch die Rorate am Morgen.
Lehner: Bei uns in der Pfarre nenen wir das "Frühschicht". Wir treffen uns einmal in der Woche um 6 Uhr früh in der Kirche mit besinnlichen Texten und Musik. Und anschließend gibt es Frühstück. Es geht  um einen langsameren Einstieg in den Tag, um eine Unterbrechung der Routine.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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