Mo, 18. Dezember 2017

Fund im Vansee

30.11.2017 10:49

Türkei: Taucher stoßen auf 3000 Jahre alte Festung

Einen überraschenden Fund hat eine Gruppe von Tauchern und Forschern im Vansee im Osten der Türkei gefunden. Sie stieß unter Wasser auf die Überreste einer großen Festung, die 3000 Jahre alt sein sollen. Die bis zu vier Meter hohen Steinmauern seien außergewöhnlich gut erhalten, berichten türkische Medien.

Eigentlich wollten die Forscher und Taucher einer uralten Legende auf die Spur kommen, einem Seeungeheuer a la Loch Ness, dass so groß wie ein Wal sein soll. Das fanden sie zwar nicht, dafür aber die gewaltigen Mauern einer Festung. Obwohl vor so langer Zeit erbaut und unter Wasser liegend, sei sie erstaunlich gut erhalten, wird der Leiter des Projekts, Tahsin Ceylan von der Van Yüzüncü Yýl University, in türkischen Medien zitiert.



Die Überreste der Festung erstrecken sich Ceylans Angaben zufolge über einen Kilometer. Unklar sei noch, wie weit die Mauern in den Grund des Vansees hineinreichen, so Ceylan. "Es ist ein Wunder, dass wir diese Festung unter Wasser gefunden haben. Archäologen werden nun ihre Geschichte untersuchen und Informationen dazu liefern", erklärte der Wissenschaftler.

Überreste von altem Königreich
Man vermutet, dass es sich bei der Festung um ein Relikt des Königreiches Urartu handelt, einer Zivilisation, die auf das neunte bis sechste Jahrhundert vor Christus datiert wird. Die Provinzhauptstadt Van liegt an der Stelle des historischen Tuschpa, das vom neunten vorchristlichen Jahrhundert an die Hauptstadt des altorientalischen Urartäischen Reichs war.

Größter Sodasee der Welt
Der Vansee ist der größte Sodasee der Erde, mit einem Salzgehalt von rund 23 Gramm pro Liter sowie einem alkalischen pH-Wert von 10, weshalb die am größten Binnengewässer der Türkei lebenden Menschen diese Lauge zum Waschen nutzen. Der See, in dessen Nähe die Arche Noah gestrandet sein soll, liegt im äußersten Osten des Landes in den Provinzen Van und Bitlis.

Wilhelm Eder
Redakteur
Wilhelm Eder
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