Sa, 16. Dezember 2017

Zwei Jahre Haft

29.11.2017 15:57

200 Gramm an verdeckten Emittler verkauft

Es war der Falsche, den sich ein im Unterland lebender 40-Jähriger für seine Drogengeschäfte aussuchte. Er bot nämlich einem verdeckten Ermittler der Tiroler Polizei knapp 200 Gramm hochwertiges Kokain an. Anfang Mai klickten die Handschellen. Am Mittwoch wurde der zweifache Familienvater zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Um ihre eigene Sucht zu finanzieren, müssen viele Drogenabhängige selbst als Dealer aktiv werden. So auch der gebürtige Salzburger. "Ich hatte im Vorjahr einen Motorradunfall und brach mir dabei mehrere Rippen. Um die Schmerzen zu lindern, habe ich dann zu koksen begonnen", rechtfertigte sich am Mittwoch der 40-Jährige am Innsbrucker Landesgericht.

Doch im Mai wurde dem mehrfach vorbestraften Mann ein "Kunde" zum Verhängnis. Er bot 197 Gramm Kokain ausgerechnet einem verdeckten Ermittler an und wurde festgenommen. "Allein die Tatsache, dass der Kokainmarkt in Kufstein nach der Verhaftung des Angeklagten zusammenbrach, zeigt, wie viel er verdealte", so der Staatsanwalt.

Der 40-Jährige redete auch nicht lange um den heißen Brei herum und ließ vor dem Schöffensenat "die Hosen runter". Urteil: Zwei Jahre Haft! Zudem muss er den Gewinn aus seinen Drogengeschäften von 12.402 Euro an den Staat zahlen. Der Angeklagte nahm das Urteil sofort an.

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden