Sa, 26. Mai 2018

2018 wird riskant

30.11.2017 12:05

McAfee erwartet Daten vernichtende Hackerangriffe

Sicherheitsexperten erwarten eine Zunahme der Hacker-Kriminalität im kommenden Jahr. Die US-Firma McAfee für Cybersicherheit veröffentlichte einen Bericht zu den erwarteten Gefahren im Internet im kommenden Jahr und kommt darin zu dem Schluss, dass die Hacker womöglich noch zerstörerischer vorgehen werden als zuvor.

Schadsoftware-Angriffe wie "WannaCry" und "BadRabbit" in diesem Jahr könnten demnach nur ein Vorgeschmack gewesen sein. Die Forscher von McAfee rechnen damit, dass die Cyberkriminellen neue Angriffsstrategien sowie "wirtschaftliche Modelle" entwickeln werden, um den immer besseren Abwehrmechanismen voraus zu sein.

Werden Daten künftig gleich komplett zerstört?
Denkbar sei, dass sie ihre Ziele weniger blockieren, sondern vielmehr beschädigen oder gleich ganz zerstören. Neue Betroffene könnten reiche Persönlichkeiten sein, die über internetfähige Geräte angreifbar sind. Diese sind oft weniger gut geschützt als Computer und Smartphones.

Vor diesem Hintergrund sorgt sich McAfee auch um Sicherheitslücken bei smarten Geräten im normalen Haushalt, vor allem bei Kindern. Es müsse damit gerechnet werden, dass Hersteller solcher vernetzter Helfer "noch mehr persönliche Daten sammeln, ob mit oder ohne unsere Zustimmung", um ihre schrumpfenden Gewinne zu kompensieren, erklärten die Sicherheitsexperten.

Bewegung durch EU-Datenschutzreform erwartet
McAfee erhofft sich nach eigenen Angaben Bewegung durch die EU-Datenschutzreform, die ab Ende Mai 2018 gilt. Die neue Datenschutz-Grundverordnung löst die seit 1995 geltende Datenschutzrichtlinie ab, die wegen der rasanten Entwicklung des Internets nicht mehr zeitgemäß ist.

Das neue EU-Recht sieht einfachere Beschwerdemöglichkeiten für Verbraucher vor, wenn sie den Missbrauch ihrer Daten befürchten. Außerdem werden die beteiligten Firmen stärker in die Pflicht genommen. Das sogenannte Marktortprinzip soll dazu führen, dass sich auch viele US-Unternehmen künftig an das europäische Datenschutzrecht halten müssten.

 krone.at
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