Mo, 18. Dezember 2017

Hilfe in der Not

29.11.2017 15:24

Wir spenden am liebsten für Kinder und Tiere

25 bis 30 Prozent der jährlichen Unterstützung für Organisationen werden in der Weihnachtszeit lukriert. Egal ob Not vor der eigenen Haustür oder weltweite Hilfe - die Österreicher greifen gerne in die Tasche, um anderen zu helfen: auch heuer wieder mit rund 630 Millionen Euro. Gespendet wird vor allem an Organisationen, für die man Sympathie hegt, aus Anteilnahme und wenn die Sicherheit besteht, dass die Spende zweckgerichtet ankommt. Die Top drei der bedachten Organisationen sind das Rote Kreuz, die Caritas und SOS Kinderdorf.

62 Prozent der Österreicher spenden - am liebsten für Kinder, Tiere und Katastrophenhilfe im Inland. Im Durchschnitt machen Österreicher für wohltätige Zwecke 113 Euro locker. Dabei sind die Oberösterreicher im Bundesländervergleich mit 126 Euro am großzügigsten. Schlusslicht sind die Wiener mit 99 Euro, berichtet der Fundraising Verband Austria (FVA).

Kleinspender bringen größtes Spendenvolumen auf
"Wir sind ein Land der Kleinspender. Was noch immer fehlt, ist ein Engagement der Vermögenden", so FVA-Generalsekretär Günther Lutschinger. Potenziellen Großspendern will sich das Rote Kreuz verstärkt zuwenden. Zu diesem Zweck habe man eine Stiftung gegründet, erklärte Generalsekretär Werner Kerschbaum. Zwei Themen will man sich verstärkt zuwenden: der Betreuung von Demenzkranken sowie von Pflichtschulabbrechern durch Lernhilfe.

Rechtsvorschriften sollen vereinfacht werden
Wie in Deutschland und der Schweiz sollte die Absetzbarkeit von Spenden für sämtliche Bereiche der Gemeinnützigkeit gelten. Derzeit sind Bildung und Sport in Österreich nicht, Kunst und Kultur eingeschränkt begünstigt. Rechtsvorschriften für gemeinnützige Einrichtungen sollen vereinfacht werden.

Das errechnete Spendenvolumen in Höhe von 630 Millionen Euro - und somit ein leichte Rückgang - werden auf eine Verunsicherung der Spender durch die Neuregelung der Absetzbarkeit sowie weniger Aufrufe zu Flüchtlingshilfe und zur Hilfe bei Elementarereignissen zurückgeführt. Auch der Verwaltungsaufwand sei an dem geringeren Betrag schuld: Seit 1. Jänner müssen nicht mehr nur die Spenden beim Finanzamt geltend gemacht werden, sondern auch die bedachten Organisationen. Diese benötigen dafür den vollständigen Namen des Spenders laut Meldezettel und dessen Geburtsdatum. Man geht davon aus, dass dies bei so manchem Unbehagen auslöst.

 krone.at
Redaktion
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