Mi, 23. Mai 2018

Transitforum-Kritik:

27.11.2017 14:52

Illegale Lkw-Parkplätze sind in der roten Zone

Mit dem Aufzeigen der Tatsache, dass Lkw-Fahrer ihre wöchentliche Lenk-Ruhezeit nicht im Lastwagen verbringen dürfen, hat das Transitforum einen Stein ins Rollen gebracht. Besonders schlimm ist die Situation rund um Wörgl - siehe Foto rechts. Hinzu kommt noch, dass die illegalen Parkplätze in der roten Zone liegen!

Fritz Gurgiser hat am Sonntag einen Lokalaugenschein bei der Nordumfahrung in Wörgl gemacht. "Ich wollte nur einmal nachschauen, ob die Kontrollen funktionieren", sagt Gurgiser. Laut EU-Verordnung ist es nämlich verboten, die wöchentliche Ruhezeit von 45 Stunden im Lkw zu verbringen. In den meisten EU-Ländern wird die Verordnung auch exekutiert - nicht im transitgeplagten Tirol: "Diese Tatsache lockt natürlich Tausende Lkw zu uns nach Tirol. Wie auch die Billig-Tankstellen."
Von Kontrollen war laut Gurgiser am Sonntag jedenfalls nichts zu sehen. Wie moderne Nomaden haben Dutzende Lkw-Fahrer zwischen Lastwägen ihre karge Freizeit "abgesessen". Mitten in der roten Zone . Gurgiser will aber nicht die Lenker kriminalisieren, die ohnedies wie Lohnsklaven um Gottes Lohn durch ganz Europa fahren müssen. Es geht um die Firmen dahinter: "Auf welcher rechtlichen Grundlage stehen diese Dauerparker, die ihre Firmenstandorte dort haben, wo sie sich steuer- und abgabenschonend niederlassen und zum Gemeinwohl in der Republik Österreich keinen Cent beitragen", ärgert sich Gurgiser. Und verweist darauf, dass jedem, der ein Eigenheim oder einen Firmenstandort errichtet, entsprechende Parkflächen vorgeschrieben werden. Er forderte daher die Stadt Wörgl mittels Brief auf, Maßnahmen dagegen zu ergreifen."

Hedi Wechner: Wir kontrollieren!"

Auf "Krone"-Nachfrage sagte gestern Wörgls BM Hedi Wechner: "Gurgiser macht es sich mit dieser Forderung sehr leicht, denn die Gemeinden sind überfordert. Es gab zwar ein konstruktives Gespräch mit der Bezirkshauptmannschaft, bei dem ich die Missstände nochmals aufzeigte. Es scheint aber so, dass es in dieser Problematik offenbar nur eine überregionale Lösung geben kann. Die Stadtpolizei habe ich aber angewiesen, Kontrollen durchzuführen."

Markus Gassler
Markus Gassler

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