Mo, 18. Dezember 2017

9500 Euro

27.11.2017 09:32

Krankenschwester klagte wegen Abfertigung das Land

Nach 23 Dienstjahren wollte Helga F. (Name geändert) ihren verdienten Ruhestand als Krankenschwester antreten. Doch der Arbeitgeber, in diesem Fall das Land Niederösterreich, weigerte sich, die volle Abfertigung auszubezahlen. Vor Gericht erstritt die Pensionistin jetzt die "fehlenden" 9500 Euro.

"Ohne unseren Rechtsschutz hätte die Frau es wohl sehr schwer gehabt, zu ihrem guten Recht zu kommen", so AK-Präsident Markus Wieser.

Die Arbeiterkammer Niederösterreich hat für eine mittlerweile pensionierte Diplomkrankenschwester drei Monatsgehälter Abfertigung erstritten. Ihr ehemaliger Arbeitgeber, das Land Niederösterreich, wollte ihr nach 23 Dienstjahren statt - wie vorgeschrieben - neun Monatsgehältern Abfertigung nur sechs auszahlen. AK-Präsident Markus Wieser erklärt: "Der Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig es für Arbeitnehmer ist, dass sie sich im Zweifelsfall an die AK wenden können. Denn ohne unseren Rechtsschutz hätte die Frau es wohl sehr schwer gehabt, zu ihrem guten Recht zu kommen", so AK-Präsident Markus Wieser.

Das Land Niederösterreich wollte vorerst nicht zahlen. Auch weil dies angeblich die komplizierte Gesetzeslage vorschreibt. Die AK zog daher für die Betroffene vor Gericht. Dieses entschied in erster Instanz für die ehemalige Krankenschwester. Das Land legte Berufung ein und verlor auch den folgenden Prozess vor dem Oberlandesgericht Wien. Die Betroffene hat mittlerweile die 9500 Euro Abfertigung erhalten, die ihr vorenthalten wurden. Mit dieser sollte nun auch der wohlverdiente Ruhestand leichter auszuhalten sein.

Kronen Zeitung

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