Mo, 18. Dezember 2017

Eishockey-Liga

26.11.2017 20:37

Capitals gewinnen Super-Hit gegen RB Salzburg 5:4!

Drei Tage nach dem Sieg in Linz haben die Vienna Capitals das nächste Spitzenspiel in der Erste Bank Eishockey Liga gewonnen! Die Wiener setzten sich am Sonntag zu Hause gegen Red Bull Salzburg in einer mitreißenden Partie mit 5:4 durch. Verfolger KAC besiegte Schlusslicht HCB Südtirol mit 3:0 und liegt weiter acht Zähler hinter den Wienern. Medvescak Zagreb bewies auch gegen Linz Heimstärke und rückte den Black Wings mit einem 4:3 bis auf zwei Punkte nahe. Zum Start in die zweite Hälfte des Grunddurchgangs feierten zudem die Graz 99ers (4:3 n. V. gegen Dornbirn) und der VSV (4:3 gegen Fehervar) Heimsiege. Innsbruck verlor das Torfestival in Znojmo mit 5:6 (n. P.).

Der Schlager in Wien vor 5000 Zuschauern hielt, was er versprochen hatte - und sah mit den Heimischen einen verdienten Sieger. Die Caps waren in der temporeichen Partie in den ersten zwei Dritteln die klar bessere Mannschaft, doch im Schlussdrittel kamen die Salzburger auf. In der spannenden Schlussphase wurde Rafael Rotter (48., 58./PP) in Kagran mit zwei Treffern zum Matchwinner. Nach der Salzburger Führung durch Mario Huber (12.) schlugen die Caps mit schnellen und effizienten Gegenstößen zurück. Amerika-Heimkehrer Peter Schneider setzte sich nach schnellem Antritt gegen Julien Brouillette durch und glich die Partie mit seinem ersten EBEL-Treffer aus (19.), Kelsey Tessier sorgte noch vor der ersten Pause für das 2:1 (20.).

Einen weiteren schönen Konter verwertete Jerry Pollastrone zum 3:1 (25.). Danach stand den Wienern in einer der wenigen brenzligen Szenen bis dahin auch das Glück zur Seite, als Ryan Duncan nur die Stange traf (35.). Die Gäste kamen aber zurück. Bobby Raymond (42.) und Duncan (45.) schafften den Gleichstand, nach dem ersten Rotter-Tor gelang Thomas Raffl noch einmal der Ausgleich (53.), wobei Caps-Torhüter J.P. Lamoureux wie schon bei zwei Gegentreffern davor keine gute Figur machte. Doch Rotter schoss die Caps mit viel Geduld im Powerplay noch zum Sieg - ob auch Riley Holzapfel seinen Schläger noch im Spiel hatte, war nicht klar zu erkennen. 13 Tore wären eine neue Saisonbestmarke für Rotter.

Der KAC setzte seine Erfolgsserie mit einem ungefährdeten Erfolg, dem zehnten in den jüngsten elf Spielen, fort. Den Anfang machte Philipp Kreuzer mit seinem ersten und sehenswerten Saisontor, als er die gesamte Abwehr inklusive Torhüter aussteigen ließ (7.). Es sollte das einzige Tor im dominanten ersten Drittel bleiben, erst Steve Strong konnte in der 37. Minute den starken Bozen-Torhüter Jakub Sedlacek ein zweites Mal überwinden. Die Klagenfurter mussten ab dem Mitteldrittel auf Jamie Lundmark verzichten, der verletzt ausschied.

Zagreb prolongierte die beeindruckende Heimserie, die "Bären" haben auch nach dem Gastspiel der Linzer in jeder Partie im Dom Sportiva gepunktet und erst zweimal verloren. Tomas Netik und Tyler Morley waren vor 5900 Zuschauern jeweils mit einem Doppelpack Matchwinner der Kroaten. EBEL-Toptorschütze Brian Lebler sorgte mit seinen Saisontreffern 15 und 16 (55. und 57.) noch für ein spannendes Finish, konnte die fünfte Niederlage aus den jüngsten sechs Spielen aber nicht verhindern.

In Graz zogen die Graz 99ers im Mitteldrittel durch Oliver Setzinger (21.), Daniel Natter (23.) und Daniel Woger in Unterzahl (37.) auf 3:0 davon, doch Dornbirn gelang durch drei Tore von Brodie Reid (53./PP) und Scott Timmins (54./PP, 55.) innerhalb von 2:29 Minuten der Ausgleich. Kurz vor Ablauf der Verlängerung schlug Woger aber ein zweites Mal zu, womit die Steirer ihren Platz in den Top 6 absicherten. Die Innsbrucker Haie fanden auch in Znojmo nicht aus dem Tief und kassierten die siebente Niederlage in den jüngsten acht Spielen. Diesmal waren sie dem Sieg aber nahe. Fünfmal konnten die Tiroler einen Rückstand wettmachen, ehe sie sich im Penaltyschießen geschlagen geben mussten.

Der VSV zeigte sich im Heimspiel gegen Fehervar gegenüber den jüngsten Auftritten mit vier Niederlagen nacheinander stark verbessert. Die Adler versöhnten ihre Fans mit mehr Laufarbeit und Moral, indem sie zu Beginn des ersten und zweiten Drittels jeweils ein schnelles Gegentor wegsteckten. Sam Antonitsch (29.) und Andrew Sarauer (38.) sorgten mit den Treffern zur 4:2-Führung für die Vorentscheidung. Die Villacher machten damit zwei Plätze gut und verbesserten sich auf Rang acht.

Mion trat nach 25 Jahren als VSV-Obmann zurück
Ihren langjährigen Obmann Giuseppe Mion verloren die Villacher am Sonntag allerdings - nach rund 25 Jahren! Der bisherige Geschäftsführer Ulf Wallisch folgt dem 58-Jährigen auch als Obmann nach. Mion war rund ein Vierteljahrhundert als Verteidiger für den VSV aktiv, ehe er ebenso lange als maßgeblicher Funktionär für die "Adler" arbeitete. Mion war an allen sechs Meistertiteln des VSV beteiligt: 1981, 1992 und 1993 als Spieler, 1999, 2002 und 2006 als Obmann. Der Villacher bleibt seinem Klub als Vizepräsident erhalten.

Die Ergebnisse:
Graz 99ers - Dornbirner EC 4:3 n.V. (0:0, 3:0, 0:3; 1:0)
Graz, 2322
Tore: Setzinger (21.), Natter (23.), Woger (37./SH, 65.) bzw. Reid (53./PP), Timmins (54./PP, 55.)
Strafminuten: 8 bzw. 8
KAC - HCB Südtirol 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)
Klagenfurt, 3266
Tore: Kreuzer (7.), Strong (37.), Ganahl (56.)
Strafminuten: 8 bzw. 8
VSV - Fehervar 4:3 (2:1, 2:1, 0:1)
Villach, 2270
Tore: Hickmott (3.), Labrecque (15.), Antonitsch (29.), Sarauer (38.) bzw. Manavian (3., 22.), Hari (54./PP)
Strafminuten: 8 bzw. 10
Medvescak Zagreb - Black Wings Linz 4:3 (1:1, 1:0, 2:2)
Zagreb, 5899
Tore: Netik (20., 52.), Morley (35., 41.) bzw. Schofield (9.), Lebler (55./PP, 57.)
Strafminuten: 6 bzw. 4
Znojmo - HC Innsbruck 6:5 n.P. (4:3, 1:1, 0:1; 0:0, 1:0)
Znojmo, 2564
Tore: Matus (2.), Guman (7.), Mrazek (14., 40./PP), Yellow Horn (18./PP), Nemec (entscheidender Penalty) bzw. Stach (3.), Sedivy (8.), Bishop (15., 57.), Clark (34.)
Strafminuten: 8 bzw. 14
Vienna Capitals - Red Bull Salzburg 5:4 (2:1, 1:0, 2:3)
Wien, 5000
Tore: Schneider (19.), Tessier (20.), Pollastrone (25.), Rotter (48., 58./PP) bzw. Huber (12.), Raymond (42./PP), Duncan (45.), Raffl (53.)
Strafminuten: 8 bzw. 10

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