Sa, 26. Mai 2018

Wien-Favoriten

24.11.2017 11:01

Katzenfreunde und Hundehalter im Dauerclinch

Benutzte Spritzen, Exkremente, freilaufende Hunde: Zahlreiche Probleme haben die Ehrenamtlichen, die sich um Streunerkatzen im Böhmischen Prater kümmern. Sie warten unterdessen immer noch auf einen neuen Platz.

Ein Müllsack voll mit Binden, Kondomen, Glasscherben und sonstigem menschlichem Abfall: Wieder einmal haben Martina-Graf Schilling und ihre Mutter den Otto-Geissler-Platz beim Böhmischen Prater von dem befreit, was nächtliche "Besucher" dort gelassen haben.

Verlegung des Geheges lässt auf sich warten
Wie berichtet, kümmern sich die Damen hier in Favoriten seit zwölf Jahren um rund 50 kastrierte und gechipte Streunerkatzen. Anrainerbeschwerden führten dazu, dass der gemeinsam mit der Stadt Wien errichtete Unterschlupf verlegt werden soll. Was erst wenig problematisch schien, entpuppt sich mittlerweile als nicht enden wollende Farce. Seit Monaten werden die Ehrenamtlichen vertröstet, der Termin mit den Behörden blieb - trotz Versprechen seitens Tierhaltekoordination und Bezirkspolitik - bislang aus.

Auseinandersetzungen mit Hundehaltern
"Wir finden manchmal sogar Spritzen", so Graf-Schilling, "und Katzenfutter macht Hunde krank." Deshalb bittet sie Hundehalter immer wieder darum, ihre Tiere an die Leine zu nehmen - mit wenig Erfolg: "Mir wurde ins Gesicht gespuckt und mit der Leine ins Gesicht geschlagen, als ich eine Dame darauf angesprochen habe". Denn: Anders als viele denken, handelt es sich beim Parkplatz nicht um eine Hundezone, sondern um einen öffentlichen Platz - das Gebiet dahinter ist gar Schutzzone. Dennoch ignorieren viele Hundebesitzer die Leinenpflicht.

Katzengehege mutwillig zerstört
Mehrmals wurde das Gehege der Katzen bereits zerstört. Graf-Schilling hofft nun auf eine Beschilderung, die für mehr Information sorgen würde. Vielleicht wäre dann wenigstens eines der vielen Probleme gelöst…

Melanie Leitner, Kronen Zeitung

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