Sa, 26. Mai 2018

Seilbahn über Linz

24.11.2017 05:30

Nachhaltig und sicher dem Stau "entgondeln"

"Jede Stadt, in der wir eine urbane Seilbahn gebaut haben, würde wieder eine bauen lassen", ist Ekkehard Assmann überzeugt. Er ist Konzernsprecher der Doppelmayr Seilbahnen GmbH. Das ist jene Firma, die - geht es nach FP-Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein - auch in Linz eine solche Seilbahn realisieren soll.

Herr Assmann, in unseren Köpfen assoziieren wir Seilbahnen meist mit Skifahren.
In Europa oder Nordamerika denken die Menschen bei Seilbahnen wirklich fast immer an Wintersport. In Südamerika dagegen ist allen längst bewusst, dass es keinen Berg dafür braucht. Fast jede Stadt mit zirka 300.000 Einwohnern plant dort bereits eine Seilbahn, sofern sie noch keine hat.

Was spricht Ihrer Meinung nach für ein Seilbahn-System in Städten wie Linz?
Urbane Elektro-Seilbahnen sind erwiesen das nachhaltigste Verkehrsmittel der Welt. Unsere Bahnen sind außerdem auch ohne viel Platz am Boden realisierbar. So brauchen wir nur etwa vier bis sechs Quadratmeter Platz für Stützen samt Sicherheitsbereich.

Wie viele Personen kann eine Gondel transportieren?
Unterschiedlich. Je nach Topografie und Streckenlänge empfehlen wir das passende Modell. Die kleinsten sind Achtergondeln, die größten können bis zu dreißig Personen befördern.

Und wie funktioniert das mit dem Ein- und Aussteigen?
Unsere Seilbahnen sind selbst von mobilitätseingeschränkten Menschen ohne Probleme nutzbar. In den Stationen wird die Bahn ausgekuppelt, auf Schritttempo verlangsamt, und jeder Fahrgast kann ohne Stress ein- oder aussteigen.

Wie lange würde es dauern ein derartiges Seilbahn-System in Linz zu realisieren?
Man muss von etwa zwölf bis 18 Monaten Bauzeit ausgehen.

Wie sieht es mit der Sicherheit aus?
Die Seilbahn ist eines der sichersten Transportmittel. Oder anders: Wenn man sein Auto am Pendler-Parkplatz vor der Seilbahn-Station abgestellt hat, ist der gefährlichste Teil der Fahrt schon vorüber.

Interview: Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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