So, 17. Dezember 2017

Jump'n'Run im Test

29.11.2017 10:26

"Super Lucky's Tale": Ausgefuchster Plattformer

Sogenannte Starttitel gehören selten zum Besten, das eine Konsole zu bieten hat. Auch an "Super Lucky's Tale", zeitgleich erschienen mit Microsofts Xbox One X, wird sich in ein paar Jahren wohl niemand mehr erinnern. Schade eigentlich, denn der Plattformer hat durchaus seine Qualitäten.

Jump'n'Runs waren in den letzten Jahren eher spärlich gesät, erst recht auf Microsofts Xbox. Umso löblicher ist es, dass es für die Konsole nun wieder einen waschechten Genrevertreter gibt. Und der hat es in sich. Entwickler Playful verspricht zwar Plattform-Spaß "für jedes Alter", der recht zünftige Schwierigkeitsgrad dürfte den ungeübten Gelegenheitsspieler aber auf die Probe stellen.

Mit ein Grund dafür: Die Anzahl der Leben ist, ganz klassisch, begrenzt. Wer zwischendurch nicht fleißig Herzchen sammelt, segnet demnach bald das Zeitliche. Checkpoints gibt es zwar, der Abstand zwischen ihnen ist mitunter aber beträchtlich. Ausdauer und Durchhaltevermögen sind also gefordert, wenn es nicht nur erfolgreich von A nach B zu gelangen gilt, sondern zwischendurch auch noch möglichst viel einzusammeln.

Dazu zählen neben besagten Herzen und Münzen auch diverse Glückssymbole und Buchstaben. Sie stellen quasi die Kür da und sind Hauptanreiz dafür, Levels immer und immer zu durchforsten. Keine leichte Aufgabe, denn die Geheimnisse sind in "Super Lucky’s Tale" gut versteckt. Das gilt neben den eigentlichen Levels auch für die sie verbindende Spielwelt, von der aus der rotschweifige Held Lucky auf der Jagd nach einem magischen Buch seine nächste Mission aus ansteuert.

Spielwelt und Leveldesign sind zweifelsohne die heimlichen Stars des Spiels und strotzen nur so vor liebevollen Details und Charakteren, die dem Ganzen Leben einhauchen und zum Erkunden einladen. Ein - großes - Manko gibt es allerdings: Aufgrund einer nur eingeschränkt beweglichen Kamera lässt sich die bunte und prächtige Welt nur bedingt aus nächster Nähe genießen. Nicht selten provoziert die starre Perspektive zudem Fehleinschätzungen, die zu folgenschweren Abstürzen führen.

Fazit: Vom herzigen Design sollte man sich bei Microsofts Play-Anywhere-Titel "Super Lucky's Tale" nicht täuschen lassen. Der Plattformer hat es in sich und stellt Können und auch Nerven auf die Probe. Letzteres vor allem wegen der eher missglückten Kamera. Auf ganzer Linie punkten kann das Game dagegen in Sachen Optik. Niedlichkeitsfaktor und Detailgrad sind extrem hoch. Wer einen bunten und ebenso fordernden, klassischen Plattformer sucht, ist bei "Super Lucky’s Tale" demnach gut aufgehoben.

Plattform: Xbox One (getestet), PC
Publisher: Microsoft
krone.at-Wertung: 7/10

Sebastian Räuchle
Redakteur
Sebastian Räuchle
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