Sa, 26. Mai 2018

Nach Bruder Liam

24.11.2017 12:35

Noel Gallagher überzeugt mit seinem neuen Album

Vielleicht ist es der Bruderzwist, der die neue Platte von Noel Gallagher in der Nach-Oasis-Ära zu einer der spannendsten Veröffentlichungen des Jahres macht: Sieben Wochen nach dem Solo-Debüt seines jüngeren Bruders Liam bringt der Vordenker der Ex-Britpop-Band nun sein Album "Who Built The Moon?" heraus. Es ist das dritte Werk mit seiner neuen Band, den High Flying Birds.

Diesmal gibt es im Gallagher-Haus also neben den bekannten launischen Scharmützeln via Medien und sozialen Netzwerken auch ein musikalisches Kräftemessen - bei dem Dauer-Ätzer Liam allerdings vorgelegt hat. Dessen Album "As You Were" setzte sich nämlich gleich nach Veröffentlichung im Oktober schnurstracks an die Spitze der britischen Charts und brachte in der Startwoche fast doppelt so viele Einheiten unter die Leute als 23 Jahre zuvor das Oasis-Debüt "Definitely Maybe".

Kein Comeback-Wunsch
Während Liam zuletzt wieder die Option eines Comebacks der 2009 aufgelösten Band ins Spiel brachte, will der ältere Bruder davon nichts hören: "Er weiß ganz genau, dass es Oasis nicht mehr geben wird. Aber so kann er die Opferkarte gegenüber den Fans ausspielen", sagte Noel in einem Interview. "Aber mir ist das egal."

Mit der Veröffentlichung von "Who Built The Moon?" lässt der 50-Jährige nun den Worten Taten folgen. Vier Jahre hat er insgesamt daran gearbeitet. Seine Inspiration: Psychedelic-Pop aus Frankreich, Electro, Soul, Rock und Disco. "Ich beschreibe es als kosmischen Pop", erzählte er der BBC. Und tatsächlich: Gitarren treten in den Hintergrund, während sphärische Samples die Oberhand gewinnen.

Prominente Hilfe
Für die Oldschool-Rocknummer "Holy Mountain" hat Gallagher Allzeit-Mod Paul Weller an die Orgel gesetzt. "Da ist so viel Freude drin", meinte Noel über die Vorab-Single. "Bis mein letztes Stündchen geschlagen hat, wird das eines meiner Lieblingsstücke sein, die ich je geschrieben habe." Bei "If Love Is The Law" machte das frühere The-Smiths-Mitglied Johnny Marr mit. Den obligatorischen Beatles-Moment gibt es auf dem Album mit dem "Come Together"-Beat in "Be Careful What You Wish For".

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