Mo, 28. Mai 2018

HBO erpresst

22.11.2017 12:18

"Game of Thrones"-Hacker in den USA verurteilt

Über drei Monate nach dem Hackerangriff auf den US-Sender HBO, in dessen Rahmen auch Details zur Erfolgsserie "Game of Thrones" ins Netz gelangt waren, hat die US-Justiz jetzt - in dessen Abwesenheit - den Iraner Behzad Mesri verurteilt. Ihm werden u.a. Computerbetrug, Erpressung und Identitätsdiebstahl zur Last gelegt.

Wie die britische BBC unter Berufung auf die zuständige US-Staatsanwaltschaft berichtet, soll Mesri im Mai 2017 damit begonnen haben, Mitarbeiter von HBO und deren Computer auszuspionieren. Über die nächsten Monate habe er erfolgreich mehrere Benutzerkonten kompromittiert, um Zugriff auf die Server des Medienriesen zu erhalten, heißt es in Gerichtsdokumenten.

Im Zuge der System-Einbrüche sei es Mesri schließlich gelungen, vertrauliche Daten im Ausmaß von 1,5 Terabyte zu stehlen, darunter Drehbücher und Inhaltsangaben bislang unveröffentlichter Episoden der Erfolgsserie "Game of Thrones". Mesri, der laut US-Justiz für das iranische Militär arbeitete, forderte daraufhin sechs Millionen Dollar (5,1 Millionen Euro) Lösegeld von HBO. Andernfalls, drohte er, werde er das Staffelfinale vor seiner offiziellen Veröffentlichung ins Netz stellen.

Mesri selbst soll sich derzeit im Iran aufhalten. Obwohl die US-Behörden ihn nicht sofort verhaften könnten, würde die Verurteilung für ihn Konsequenzen haben, so US-Anwalt Joon Kim auf einer Pressekonferenz in New York: "Er wird nie aus dem Iran reisen können, ohne Angst haben zu müssen, verhaftet und hierher gebracht zu werden."

 krone.at
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