"Prank Tours"

Wien: Falsche Guides führen Touristen in die Irre

Eine Führung durch Wien einmal anders: Das ist das Konzept der "Vienna Prank Tours". Statt des Aida Kaffees erwartet die Touristen die Konditorei "Oida" und noch viele weitere erfundene Tatsachen. Ziemlich witzig und ausgefallen. City4U sprach mit den Initiatoren:

# Wie lange gibt es "Prank Tours" bereits und wie kam es dazu?

Die Prank Tours sind ursprünglich lediglich mit der Intention entstanden, ein einmaliges Video- bzw. Versteckte-Kamera-Projekt umzusetzen (also nicht als regelmäßig durchgeführte Stadttour). Die Idee zu diesem einmaligen Videoprojekt hatte ich (René Kmet, Mitbegründer) im Mai 2017. Die Inspiration dazu war vor allem mein Hintergrund im Bereich Spielfilmdrehbuch und -regie und der Wunsch, zwischendurch ein humoristisches, non-fiktionales bzw. non-narratives Projekt umzusetzen. Von Mai bis Oktober 2017 haben wir daher an der Umsetzung dieses Versteckte-Kamera-Projekts gearbeitet; Resultat ist das 13 minütige Video (und viele daraus ausgekoppelte Kurzclips) auf Youtube und Facebook.

Erst jetzt, durch den Erfolg des Videos, hat es sich ergeben, dass die Prank Tours ab Frühjahr 2018 in Serie gehen und tatsächlich für jedermann/frau buchbar sein werden. Wir arbeiten derzeit gemeinsam mit einem Tourunternehmen an der Planung und Konzeption dazu, die nochmal um einiges komplexer ist als die Umsetzung eines einzigen Videoprojekts.

# Welche Pranks gibt es?

Alle derzeit existierenden Pranks sind im Youtube-Video zu sehen, für die seriellen Touren im Frühjahr 2018 wird aber natürlich an weiteren Pranks gearbeitet. Ein paar Beispiele derzeitiger Pranks: Wir machen den Touristen glaubhaft, dass auf den Straßen Wiens "Wiener Blut" als Getränk verkauft und von Wienern auch liebend gern getrunken wird, um die Wiener Mentalität aufrechtzuerhalten. Die Maria-Theresien-Statue am Museumsplatz dreht sich in 24 Stunden einmal um die eigene Achse, aber so langsam, dass man es kaum bemerkt. Die Kaffeehauskette "Aida" heißt in Wahrheit "Oida" (die Schrift ist nicht ganz eindeutig) und "Oida" ist ein Ausdruck besonderer Wertschätzung und Höflichkeit in Wien. Wird man mit "Oida" angesprochen, gebietet es die Höflichkeit, mit "Geh scheißen, Oida" zu antworten. Der Stephansdom wird jetzt, nach der Nationalratswahl, in SEBASTIANSdom umbenannt, weil der Nordturm sehr KURZ geraten ist.

# Wo bucht man eure Tour und was kostet die Teilnahme?

Wo und wie die Tour für das Frühjahr 2018 gebucht werden kann, werden wir, sobald die Planung etwas genauer steht, noch bekannt geben. Alle Infos dazu wird es aber rechtzeitig unter anderem auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/viennapranktours geben.

# Gab es schon einmal Ärger bei Touristen?

Nein, überraschenderweise haben sich die Touristen bei allen vier bisherigen für den Dreh des Videos durchgeführten Durchgängen der Tour nach Auflösung der Prank Situation stets gefreut und den Prank als für sie einmaliges Wien-Erlebnis begriffen. Es gab immer Lob für die realistische Umsetzung und Applaus.

November 2017

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Vanessa Licht
Vanessa Licht
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