Mo, 18. Dezember 2017

Preisanstieg

21.11.2017 11:20

Energiewende: Strom wird teurer werden

Die Energiewende ist nicht aufzuhalten, Wasser, Wind und Sonne spielen bei der Erzeugung von Strom eine immer größere Rolle. Die zuletzt wieder steigenden CO²-Emissionen zwingen Europa zum Handeln, sonst würde die Erderwärmung bald ungeheure Kosten verursachen, so Wolfgang Anzengruber.

In Deutschland ist der Atomkraft-Ausstieg bereits im Laufen. Bei den eben geplatzten Regierungsgesprächen ging es auch um den Ausstieg aus der Braunkohle, die einer der größten Luftverschmutzer in Europa ist. Die alternativen Energien nehmen jetzt schon an Bedeutung zu, allerdings fehlt es an Leitungskapazitäten, sowohl in Deutschland als auch in Österreich.
Daher sieht man an den Strombörsen, wo künftige Mengen gehandelt werden, steigende Preise.

Wenn im Oktober 2018 wie befürchtet der grenzüberschreitende Handel zwischen Deutschland und Österreich (aus politischen Gründen) reduziert wird, könnte es zu einem Preisschub von rund sechs Prozent kommen. Verbund-Chef Anzengruber: "Wir kämpfen aber noch, damit diese Beschränkung nicht eintritt."

Das Problem mit den Alternativen ist, dass diese nur rund 2000 Stunden (Wind) bzw. 1000 (Solar) Energie liefern (zum Vergleich Wasser: 5000 Stunden). Um das auszugleichen, braucht man (teure) Gaskraftwerke, die "dann Feuerwehr spielen" (Anzengruber), daher steigt deren Auslastung derzeit. Mittelfristig muss in neue (Batterie-)Speicher investiert werden, damit die alternativen Energien über einen längeren Zeitraum verfügbar sind.

Manfred Schumi, Kronen Zeitung

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