Sa, 26. Mai 2018

Kunden sind sauer

20.11.2017 10:39

Huawei installierte bei Update ungefragt Bloatware

Der chinesische Telekommunikationsriese Huawei sieht sich nach einem Fehler bei der Auslieferung eines Updates mit heftiger Kritik konfrontiert. Kunden klagen darüber, dass sie statt aktueller Software ungefragt Bloatware auf ihre Geräte installiert bekommen hätten. Huawei selbst spricht von einem "internen Fehler".

Gegen automatische Updates ist angesichts der Bedrohung durch Schadsoftware im Web nichts einzuwenden. Zahlreiche Nutzer von Huawei-Smartphones und Geräten der Tochtermarke Honor klagen laut einem Bericht des IT-Portals "The Next Web" nun allerdings, dass sie beim letzten Software-Update ihrer Geräte nicht bloß aktuelle Software, sondern auch unerwünschte Dreingaben erhalten hätten.

Ungefragt Videoschnitt-App installiert
Konkret habe Huawei beim Update die Videoschnitt-App Quik des Actioncam-Herstellers GoPro mit ausgeliefert - ob die Nutzer wollten oder nicht. Entdeckt wurde die Update-Panne in den Niederlanden, es sei aber nicht auszuschließen, dass die App auch in anderen Teilen der Welt auf die Smartphones der Huawei-Kunden installiert wurde.

Huawei hat sich mittlerweile für die automatische Verteilung der App entschuldigt und erklärt, es habe sich um einen "internen Fehler" bei der Update-Auslieferung gehandelt. Man arbeite an einer Lösung, um die fälschlich verteilte App wieder von den Geräten der Kunden zu entfernen. Diese können dies indes aber auch selbst erledigen: Die Quik-App kann ohne Probleme wieder deinstalliert werden.

 krone.at
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