Mo, 28. Mai 2018

Hightech aus OÖ

20.11.2017 08:25

Formel 1 schaut zu SKF nach Steyr

Steyr - da denken viele zuerst an das Motorenwerk von BMW und an Lkw-Spezialist MAN. Erst dann fallen wieder drei Buchstaben, die für eine Firma stehen: SKF! In der Seittenstettner Straße ist das Werk des Technologiespezialisten beheimatet, der zuletzt über den Landespreis für Innovation jubeln durfte.

Rund sieben Millionen Wälzlager werden in der Eisenstadt pro Jahr produziert. "In 2000 Varianten", sagt Werner Freilinger, Sprecher und Personalchef des SKF-Standortes in Oberösterreich. Auch der Verkauf für ganz Österreich ist hier angesiedelt.
Wälzlager aus der SKF-Produktion in Steyr kommen in Maschinen, Anlagen, Pumpen und Kompressoren zum Einsatz, aber auch bei Eisenbahnen, etwa bei Radlagern und in Elektromotoren. Seit einiger Zeit gehen die Steyrer ganz neue Wege: Vor zwei Jahren wurde das von Franz Hammelmüller geführte Werk, in dem 1000 Mitarbeiter beschäftigt sind - wir berichteten -, in der Firmen-Gruppe zum Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Produktion von keramischen Wälzkörpern ernannt. "Vor fünfzehn Jahren haben wir in dem Bereich mit der Entwicklung begonnen", verrät Freilinger.


Hightech-Keramik
"Unsere Hochleistungskeramik macht es möglich, Stahlwälzkörper zu ersetzen", sagt Freilinger. Die so genannten Hybridlager - Außen- und Innenring sind nämlich weiterhin aus Stahl - lassen bei Hochgeschwindigkeitszügen die Räder rund laufen. Die Vorzüge der SKF-Neuheit, die zuletzt auch mit dem Landespreis für Innovation - wir berichteten - ausgezeichnet wurde, liegen auf der Hand: Der Schmierstoff hält länger, die Reibung wird vermindert. In der Formel 1 sind die Teile aus Oberösterreich bereits sehr gefragt. Auch für die Luftfahrt sind sie hochinteressant.


Weniger Emissionen
Gewichtsreduktion ist hier das Zauberwort. "Die Keramikrollen halten einer hohen Belastung stand", sagen die Entwickler Georg Deinhofer und Thomas Forster. Emissionen, wie etwa jene von Kohlendioxid, werden beim Einbau in Einspritzsysteme für Dieselmotoren reduziert.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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