So, 27. Mai 2018

Schienbein gebrochen

20.11.2017 07:24

Tiroler (15) am Bahnsteig sitzend von Zug erfasst

Er hätte tot sein können! Weil ihm plötzlich übel wurde, setzte sich ein betrunkener 15-Jähriger in der Nacht auf Sonntag beim Bahnhof in Inzing in Tirol auf dieBahnsteigkante. Ein heranbrausender Personenzug erfasste die Beine des Jugendlichen. Er wurde schwer verletzt, hatte laut Polizei aber noch "Riesenglück im Unglück".

Bei einem Fest in Kematen dürfte der Bursche offensichtlich ein paarmal etwas zu tief ins Glas geschaut haben. So tief, dass ihn plötzlich die Übelkeit plagte. Aus diesem Grund setzte sich der stark alkoholisierte 15-Jährige kurz nach 23 Uhr in Inzing auf die Bahnsteigkante und ließ seine Beine Richtung Schienen baumeln. Dabei hat er offenbar nicht bedacht, dass er sich mit seiner Aktion in Lebensgefahr begibt.

Mit offenem Schienbeinbruch in Klinik
Und schon passierte das folgenschwere Unglück. Ein Personenzug der ÖBB brauste heran. Der Lokführer bemerkte den am Bahnsteig sitzenden Jugendlichen zwar und versuchte noch in allerletzter Sekunde eine Notbremsung, allerdings zu spät: Der Zug erfasste die Beine des jungen Einheimischen. "Er erlitt unter anderem einen offenen Schienbeinbruch und musste in die Innsbrucker Klinik gebracht werden", hieß es vonseiten der Polizei zum Unglück.

Alleine am Bahnhof Inzing unterwegs
"Er hatte Riesenglück, dass es nicht schlimmer ausgegangen ist", so die Exekutive. Zum Unfallzeitpunkt war der 15-Jährige alleine am Bahnsteig - außer dem Lokführer, der die Notbremsung einleitete, gab es keine Zeugen. Was der junge Mann nach dem Fest in Kematen beim Bahnhof in Inzing machte, ist unklar.

Erst Anfang Oktober war es in Puch bei Hallein in Salzburg zu einem dramatischen Unfall gekommen, bei dem ein Kinderwagen auf einem Bahnsteig vom Sog einer vorbeifahrenden Garnitur erfasst wurde. Das einjährige Mädchen, das sich in dem Wagen befunden hatte, wurde herausgeschleudert und starb.

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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