So, 27. Mai 2018

Weltfrühchentag

18.11.2017 10:45

Ein ganzer Tag für die kleinsten Kämpfer Salzburgs

Die Festung und weitere Salzburger Gebäude leuchteten am Freitag zum "Weltfrühchentag" lila, um einmal mehr auf die kleinsten Kämpfer aufmerksam zu machen. In Salzburg werden zu früh geborene Babys in der Division für Neonatologie an der Uniklinik Salzburg betreut. Pro Jahr sind es rund 70 Säuglinge.

Hanna, Rafaella und Isabella laufen durch die Gänge der Neonatologie in Salzburg. Wochenlang waren sie nach ihrer Geburt hier. Die drei Mädchen, heute zweieinhalb Jahre alt, wurden viel zu früh geborgen.

Tanja Lindenthaler, Mama von Isabella, erinnert sich: "Ich war in der 25. Wochen, als sie von heute auf morgen geholt werden musste. Der Schreck und die Sorge waren groß."

Rafaella wog bei der Geburt 1025 Gramm. "Die ganzen Kabel waren kein schöner Anblick und sie war so klein. Man dachte, man hat ein kleines Stofftier vor sich. Das erste Monat war sehr schwierig für uns, aber dann, als man immer wieder Fortschritte sah, wurde es leichter. Heute hat Rafaella alles aufgeholt, ist sogar für ihr Alter eher groß", so Mama Ivana Klaric. Die zwei Frauen und Hannas Mama Admira Soljakovic lernten sich im März 2015 auf der Neonatologie kennen, treffen sich heute noch regelmäßig, schauen auch noch auf der Station vorbei. Der Dank an das Team für die Unterstützung ist groß.

60 bis 70 Frühchen unter 1500 Gramm Geburtsgewicht werden in Salzburg jährlich behandelt, gut die Hälfte bringt gar weniger als 1000 Gramm auf die Waage. Babys die bis zu 17 Wochen zu früh auf die Welt kommen, werden versorgt. Univ.-Doz. Dr. Martin Wald, Leiter der Neonatologie: "Es ist immer schön zu sehen, was die Babys können. Dinge die man ihnen früher nicht zugetraut hat, schaffen sie."

Mehrere Pfeiler gibt es, die wichtig für eine optimale Versorgung sind. Zum einen gehört die Medizin dazu, sowie die Ernährung mit Muttermilch. Aber auch die Nähe zu den Eltern spielt eine große Rolle, vor allem der Hautkontakt zu Mama und Papa beruhigen. Dazu kommt das Betreuungskonzept Nidcap, bei dem jeder Säugling individuell unterstützt wird.

Die Eltern Frühgeborener werden daheim nicht allein gelassen, bis die Kinder beginnen zur Schule zu gehen, werden sie unterstützt.

Iris Wind, Kronen Zeitung

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