Mo, 18. Dezember 2017

ATP-Finals

18.11.2017 08:37

Freundin "Kiki" tröstete Thiem nach der Pleite

Als erster Österreicher hätte Dominic Thiem beim Masters in London im Einzel ins Semifinale einziehen können - doch der 24-Jährige ging gegen den Belgier David Goffin im entscheidenden Gruppenspiel 4:6, 1:6 unter.

Nichts wurde es aus der Sternstunde. Tennisstar Dominic Thiem hätte am Freitag beim Saisonfinale der besten acht Spieler in London rot-weiß-rote Sportgeschichte schreiben können, als erster Österreicher beim Masters im Einzel das Semifinale erreichen können ...

... doch davon war die Nummer vier der Welt sehr weit entfernt. Nach einem perfekten Start führte der Lichtenwörther 3:0, Goffins Tennis-Motor lief nicht rund, der Belgier klagte schon in den letzten Tagen über Schmerzen im linken Knie. Doch der Schein trügte, Thiem gab grundlos den ersten Satz noch aus der Hand. Er verlor komplett den Faden, gab fünf Games in Serie ab. Viele Fehler, kein System, wenig Gegenwehr. Nur drei gewonnene Punkte in fünf Games sagen alles aus.

"Das war grottenschlecht", seufzte er danach kleinlaut, "ich hab zuletzt gut trainiert, doch ich konnte meine Leistungen nicht im Match umsetzen." Im zweiten Satz ging es weiter bergab - insgesamt sechs Doppelfehler, viele Patzer. "Wenn man in fast jedem Game zwei unerzwungene Fehler macht", ärgerte sich sein Trainer Günter Bresnik, "kann man nicht erfolgreich sein. Dominic wollte nach dem 3:0 das Ergebnis nur verwalten, das geht nicht! Wenn er sieht, dass etwas nicht klappt, muss er eine andere Lösung finden"

In 72 Minuten war der Masters-Traum ausgeträumt. "Ich fühl mich fit, bin nicht müde, aber baue so einen Schei...", übte Thiem Selbstkritik, "mich beunruhigt das alles sehr, weil eigentlich alles schlecht ist."

Freundin "Kiki" Mladenovic feuerte ihn an, sprach ihm während der Partie Mut zu und tröstete ihn danach. Doch Dominic verließ gezeichnet die O2-Arena. "Vielleicht hab ich nach einigen engen Niederlagen im Herbst einen Knacks ..."

Peter Moizi, Kronen Zeitung

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