So, 27. Mai 2018

Rangkämpfe

17.11.2017 09:16

Katzencoach Petra Ott half "Hausmeister"-Kater

In Österreich gibt es nur eine Handvoll Tiercoaches, die auf Katzen spezialisiert sind, aber doppelt so viele Katzen wie Hunde. Dabei klagen viele Halter über Probleme im Zusammenleben mit ihren Stubentigern. Im Haushalt eines Paares aus dem Burgenland geht es besonders lebhaft zu, denn es hält drei Katzen und einen Hund. Raufereien und Unsauberkeit bewegten die Tierhalter dazu, Hilfe zu holen - den diplomierten Katzencoach Petra Ott.

Dürfen wir vorstellen? Maine Coon-Kater "Chilli", elf Jahre alt, unsauber und ein kleiner Rabauke - immer wieder attakierte er seine Mitbewohnerin, die elf Jahre alte Ragdoll-Dame "Nala". Die Besitzer wandten sich an Katzencoach Petra Ott: "Wenn sie im Katzenkisterl ihr Geschäft macht, wartet er schon davor, um sie zu attackieren." Ein Problem, das gelöst werden wollte. Die Expertin rückte aus, um sich die Lage vor Ort anzusehen, und kam den Gründen für "Chillis" Verhalten schnell auf die Schliche.

Dominanter Nachbarskater
"Als ich in diese kleine Straße am Feldrand fuhr, saß ein imposanter schwarz-weißer Kater mitten am Weg. Ich dachte mir schon, der ist aber territorial. Die Straße gehört ihm", erinnert sich Petra Ott. Dieser Nachbarskater spielt eine Schlüsselrolle im Drama rund um "Chilli", der nicht nur mit "Nala", sondern auch mit dem zweijährigen Maine Coon-Kater "Bentley" und der Hündin "Luna" in einem Haushalt lebt.

Die Tierbesitzer waren sicher, dass "der Alte" schuld sei, immerhin markierte "Chilli" das ganze Haus und griff das schwächere Weibchen "Nala" an. Petra Ott packte das Problem allerdings schnell an der Wurzel. "'Chilli' ist stark territorial und kam schon oft mit Wunden vom Raufen nach Hause - er hat ständig Stress mit dem Nachbarskater. Den Streit sucht er nicht gerne, es ist viel mehr eine Art Kontrollzwang", so die Expertin. "Als Senior hat er gegen den jüngeren und doppelt so schweren Nachbarn kaum eine Chance, die Duftmarken kann er draußen nicht mehr absetzen und macht es deswegen im Haus."

"Chilli" darf nur noch mit Verstärkung raus
Da "Chilli" den Kampf auch fast immer verlor, musste er seinen Frust durch Übersprunghandlungen abbauen - dafür suchte er sich die schwächere Mitbewohnerin "Nala" aus. Petra Ott hatte einige Lösungsvorschläge parat: "'Chilli' darf jetzt nur noch in Begleitung mit dem Hund raus, also wenn Herrchen mit 'Luna' Gassi geht. Als ich das erwähnte, sagte der Tierhalter sofort, dass sich der Kater schon öfter bei Hundespaziergängen angeschlossen hatte - was meine Theorie bestätigt."

Weitere Therapiemaßnahmen: Das Festigen der Katzenfreundschaften untereinander durch Rituale und gemeinsames Spielen, wobei laut Petra Ott mit Hund im Haus nicht jede Art von Beschäftigung geeignet ist. Für die markierten Stellen gab es eine spezielle Putzanleitung, für "Chilli" müssen stressige Situationen entschärft werden. So steht einem harmonischen Zusammenleben nichts mehr im Wege!

Die Ausbildung zum zertifizierten Katzencoach
Die neunen Kurspläne der aCATemy - Petra Otts Katzenschule - für 2018 sind da! Und: Am 21. November 2017 um 17.30 Uhr hält der Katzencoach wieder einen Vortrag im TierQuarTier Wien (Süßenbrunner Straße 101 in 1220 Wien), Thema diesmal: "Entspannte Katze zu Weihnachten und Silvester". Unkostenbeitrag: 15 Euro pro Person. Anmeldungen bitte unter marketing@tierquartier.at.

Denise Zöhrer
Denise Zöhrer

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