Mi, 23. Mai 2018

Gegen Auto geprallt

16.11.2017 14:17

Verletzter Mäusebussard von Polizisten gerettet

Mit Unterstützung der Polizei ist am Mittwoch ein verletzter Mäusebussard an einen Falkner zur Pflege übergeben worden. Ein Lkw-Lenker hatte den Greifvogel beim Abladen von Lärmschutzwänden bei einer Baustelle auf der Tauernautobahn in Flachauwinkl im Salzburger Pongau entdeckt. Das Tier war 80 Kilometer zuvor in Schladming gegen die Windschutzscheibe geprallt und auf die Ladefläche des Lkw geschleudert worden.

Der Lenker hatte von dem Unfall zunächst nichts bemerkt. Nach rund 80 Kilometern Fahrt in Richtung St. Michael im Lungau wurde der Vogel gerettet. Arbeiter der Baustelle an der A10 verständigten ein Tierheim in Salzburg. Dort erhielten sie den Rat, die Polizei zu rufen.

Gesagt, getan. Eine Streife der Autobahnpolizeiinspektion St. Michael im Lungau setzte sich sogleich in Bewegung und brachte den Vogel auf die Dienststelle. Die Beamten riefen dann den Betreiber einer Greifvogelwarte auf der Burg Landskron bei Villach zu Hilfe.

Chance auf Genesung
Noch am Telefon schilderte der Greifvogelexperte, wie man den gefiederten Patienten erstversorgt und transportfähig macht. Die Polizisten luden den Bussard in einen Karton und starteten Richtung Kärnten. Auch der besorgte Falkner stieg ins Auto und fuhr dem Streifenwagen entgegen.

Eine erste Untersuchung nach der Übergabe ergab, dass der Vogel offenbar ein Schädelhirntrauma erlitten hatte, er war noch nicht orientiert. Er hat Chancen auf Genesung, gab die Landespolizeidirektion Salzburg am Donnerstag die "gute tierische Nachricht" bekannt. Mit täglich zwei Infusionen soll der Mäusebussard wieder fit gemacht werden.

 krone.at
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