So, 27. Mai 2018

Getreten, geschlagen

16.11.2017 09:48

Vbg: Soldat soll Flüchtlinge misshandelt haben

Schwere Vorwürfe in Vorarlberg: Ein Unteroffizier ist wegen im Dienst gesetzter ausländerfeindlicher Handlungen suspendiert worden. Nachdem sich die Staatsanwaltschaft zunächst bedeckt gehalten hatte, sind nun Details bekannt geworden. Demnach soll der Mann Waffen gegen Untergebene gerichtet und Flüchtlinge misshandelt haben. Die Ermittlungen sind am Laufen.

Die Vorwürfe gegen den Beschuldigten sind "mannigfaltig", teilte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt am Donnerstag mit. Dem Beschuldigten würden unter anderem Wiederbetätigung, gefährliche Drohung und Verhetzung vorgeworfen. Im Zusammenhang mit dem Verhalten des Unteroffiziers werde auch in Richtung Missbrauch der Amtsgewalt ermittelt, erklärte Staatsanwaltschaftssprecher Roland Koch.

Die Vorfälle sollen sich im Zeitraum von Ende Jänner bis Ende März "weit überwiegend" bei einem Assistenzeinsatz im Burgenland abgespielt haben. Daher ist auch die burgenländische Staatsanwaltschaft mit der Sache befasst. Das Bundesheer hatte den Fall Mitte April zur Anzeige gebracht.

Waffen gegen Untergebene gerichtet
Der Vorarlberger soll - neben antisemitischen Äußerungen - Flüchtlinge als "Schweine" bezeichnet und über diese gesagt haben, dass sie besser erfrieren sollten. Außerdem soll er Waffen - etwa Pistolen - gegen Untergebene gerichtet haben, unter anderem gegen eine Unteroffizierin.

Flüchtlinge getreten
Laut Koch sei ebenfalls zu klären, ob der Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Nichteinhalten von Lade- und Entladevorschriften der Waffen körperliche Gefährdungen zu verantworten habe. Der Mann soll zudem Flüchtlinge misshandelt haben. Ihm wird vorgeworfen, diese getreten und mit einer Taschenlampe geschlagen zu haben.

Der Beschuldigte wurde Mitte April suspendiert und trat laut einem Sprecher des Militärkommandos Vorarlberg mit Ende Juli vom Dienststand aus. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind noch nicht abgeschlossen.

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