Sa, 18. November 2017

Engpass

14.11.2017 08:34

Ärztenot in Linz noch ärger

Es ist kaum zu glauben! Seit Jänner ist der beliebte Kinderfacharzt Wolfgang Tiefenthaller in Pension. Doch seit mehr als eineinhalb Jahren - so lange ist die Stelle bereits ausgeschrieben - findet sich absolut niemand, der den freien Kassenvertrag in Urfahr und den damit verbundenen Patientenstamm übernehmen will.

Die "Krone" hat über den Kinderarzt-Engpass in Linz in den letzten Monaten schon mehrmals berichtet. Seit Anfang 2017 herrscht nämlich Ausnahmezustand.

Seit über eineinhalb Jahren vakant
Andere Praxen, die notgedrungen Patienten übernommen haben, sind längst voll. Deshalb reagierten Ärztekammer und Gebietskrankenkasse auch im Sommer mit einer zusätzlich ausgeschriebenen Stelle im Linzer Süden, um für Entlastung zu sorgen. Doch gebracht hat’s nichts! Die Nachfolge von Wolfgang Tiefenthaller hat nach wie vor niemand angetreten - und das, obwohl die Stelle nunmehr schon über eineinhalb Jahre vakant ist.

Beruf und Verträge attraktivieren
Oft hört man, dass der Beruf in Ärztekreisen nicht besonders hoch angesehen ist. Nicht nur deshalb wünscht sich etwa die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse, dass man bereits in der Ausbildung den Hebel ansetzt - den Beruf attraktiviert. Andere meinen wiederum, dass die Verträge attraktiver gestaltet werden müssten. Was an der aktuellen Lage in Linz aber nichts ändert. Die Kinderärzte arbeiten am Limit.

Ennser Kinderärztin vor Pension
Und schon bald könnte die Situation noch prekärer werden. Denn mit Ende des Jahres geht die Ennser Kinderärztin Gabriela Schadenböck-Kranzl in Pension. Nachdem auch ihr Posten bereits zweimal ohne Erfolg ausgeschrieben war, droht hier in unmittelbarer Linzer Nähe das nächste Chaos.

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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