Mo, 20. November 2017

Börse

13.11.2017 21:09

Bischofshofen ist die neue Tausch-Hochburg

Je 15.000 Besucher kamen zur 13. Tauschbörsen-Saison von AK, ÖGB und "Krone" zunächst ins Messezentrum und zwei Wochen später in die Wielandnerhalle in Bischofshofen. Die erste Bilanz: Trotz ein Viertel weniger Platz zum Tauschen von Wintersportartikeln sind die Pongauer erstmals die neuen Schnäppchenjäger.

Aus Termingründen fand die beliebte Wintertauschbörse der Salzburger Arbeiterkammer in umgekehrter Reihenfolge statt: Am 28. Oktober - ein Monat früher als in den Vorjahren - im Messezentrum, am 11. und 12. November dann in der Wielandnerhalle in Bischofshofen. "Weil wir in der Stadt sehr früh dran waren und der Termin auch noch auf ein starkes Reisewochenende fiel, verzeichnen wir im Messezentrum einen leichten Rückgang an Besuchern. Dafür ist es in Bischofshofen gelungen, nicht nur das bisherige Rekordergebnis zu übertreffen, sondern auch das Messezentrum zu überholen", zieht Börsen-Chef Peter Krismer Bilanz.

Zum Vergleich: Die Halle in Bischofshofen ist mit 1500 m2 um ein vielfaches kleiner als die Fläche im Messezentrum mit stolzen 6000 m2. Alleine in der Pongauer Stadtgemeinde kamen rund 260.000 Euro zusammen, wie Krismer verrät. Auffällig war die gelungene Weiterentwicklung der Skikarten. "Wir haben von den Seilbahnen 10.000 Stück bekommen und fast alle verkauft", freut sich der Herr über die Tauschbörsen. Der durchschnittliche Artikelpreis ist auf 37 Euro gestiegen - ein neuer Spitzenwert. Denn obwohl auch viele kleine Artikel wie Hauben oder Handschuhe im Sortiment zu finden waren, hat sich der Durchschnittswert heuer um knapp 10 Euro erhöht.

Dauerbrenner Kinderski am schnellsten verkauft
Nach wie vor sind die Kinderski am beliebtesten, waren verkauft, so schnell konnten die Veranstalter gar nicht schauen. "Kinder sind der Hauptgrund für die Börse, da sie rauswachsen und alle zwei Jahre neue Bretter brauchen", erklärt Krismer, dass der Trend auch hin zu hochwertigere Artikel geht. "25 Prozent der nicht verkauften Artikel haben sich die Eigentümer wieder retour geholt. Sie sind einfach zu schade zum Einlagern."

Die Termine für 2018 stehen auch schon fest: 10. und 11. November in B’hofen, 24. November in der Stadt.

Sandra Aigner, Kronen Zeitung

Erfolgsgeschichte seit 2005

  • Seit 2005 nutzten bereits eine halbe Million Salzburger die AK/ÖGB Wintertauschbörse. Die "Krone" war als Medienpartner von Beginn an dabei.
  • Damals konnten an drei Wochenenden in Saalfelden, Bischofshofen und Salzburg-Stadt erstmals gebrauchte Wintersportartikel verkauft und gekauft werden. Später kam noch St. Michael dazu.
  • Heute konzentriert sich die Wintertauschbörse auf die zwei großen Börsen für den Norden sowie für Innergebirg. Anderswo als an den zwei Standorten wäre der Ansturm nicht mehr zu bewältigen.
  • Heuer besuchten 16.000 Besucher die große Börse in der Stadt Salzburg an einem Tag.
  • In Bischofshofen (zweitägig) waren es 12.000.
  • 7000 Artikel wurden in der Stadt und 7500 in Bischofshofen verkauft.
  • Seit 2012 gibt es die Online-Vorerfassung. Ganz bequem von zu Hause aus können die Artikel vorerfasst werden. Ein Jahr später nutzten bereits 60 % der Verkäufer das Service.
  • Seit 2013 gibt es auch günstige Super-Skicard-Tageskarten zu kaufen. Eine vierköpfige Familie erspart sich durch die Karten bis zu 100 € oder 50 %.
  • Neuerungen heuer: Verkäufer können maximal 25 Artikel anbieten.
  • Unglaubliche 300.000 Wintersportartikel wechselten schon den Besitzer.

Interview - AK-Präsident Siegfried Pichler ist selbst begnadeter Skifahrer und will den Wintersport für alle Familien wieder leistbar machen.

Zufrieden, wenn Kinder strahlen
Insgesamt 30.000 Besucher stürmten die diesjährige Wintertauschbörse. Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?
Mir geht es nicht nur um die neuen Rekordzahlen, vielmehr um die leuchtenden Kinderaugen, wenn sie neue Skier oder Eislaufschuhe bekommen. Das ist doch viel mehr wert.

Wann kamen die ersten Börsianer?
Schon um 5 in der früh bildete sich eine gewaltige Schlange.

Gab es heuer Probleme mit dem Stau?
Nein. Nach 13 Jahren läuft die Organisation bestens. Nur mit dem vorhandenen Parkplatz in Bischofshofen ist es immer etwas schwierig.

Was ist das generelle Ziel der Tauschbörse?
Dass die wunderbaren Wintersportarten für alle Familien in Salzburg wieder leistbar sind.

Wie stehen Sie persönlich zum Skifahren?
Ich bin ein waschechter Pinzgauer, da steht man schon auf den Brettern, bevor man überhaupt.

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