Fr, 24. November 2017

Schweres Erdbeben

14.11.2017 06:01

Wienerin überlebte: „Alle zitterten im Hochhaus“

Laut Außenministerium halten sich derzeit rund 500 Österreicher im Irak und Iran auf. Ihr Schicksal liegt nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,3 größtenteils noch im Dunkeln. Mit Glück überlebt hat jedenfalls Clarisse Pasztory. Die Wienerin ist Leiterin des EU-Büros in Erbil.

Pasztory ist seit 2016 Leiterin des EU-Verbindungsbüros in Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Irak. Die "Krone" erreichte die engagierte Wienerin Montagfrüh. Sie war in ihrer Wohnung im neunten Stock eines Hochhauses gewesen, als alles zu zittern begann.

Video: Schweres Erdbeben in Irak und Iran

"In dem Haus leben auch Flüchtlinge aus Mossul, gerade den Kindern dieser Familien hat man die Traumatisierung angemerkt", schildert die entsandte Österreicherin, die mit dem Schrecken davonkam. "Obwohl wir nicht im Epizentrum waren, hatten die Stöße noch eine Stärke von 7,2 auf der Richterskala." Die Behörden vor Ort hätten aber gut reagiert.

Geschockt ist auch der aus der Stadt Halabdscha, dem Epizentrum des Bebens, stammende österreichische Kurde Shahen Karim (38): "Ich hab' noch am Sonntag meine Mutter, die gerade meine dort wohnende Schwester besucht, angerufen. Zum Glück sind alle wohlauf. Aus Angst vor Nachbeben haben sie die halbe Nacht im Freien verbracht", sagt der in Wien lebende Politikwissenschaftler.

Gregor Brandl und Florian Hitz, Kronen Zeitung

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