Mi, 22. November 2017

Krampuslauf

13.11.2017 16:25

Nach Übergriffen: Mehr Personenschutz für Krampus

Nach den Krampusläufen in Völkermarkt und Lassendorf gibt es Konsequenzen: Künftig soll es bei allen Veranstaltungen mehr Absperrungen und Securitys geben - auch um den Krampus zu schützen.

Sechs Verletzte in Völkermarkt, drei Verletzte in Lassendorf: Das ist die schaurige Bilanz des ersten Krampus-Wochenendes. "So ein Saisonauftakt ist nicht optimal", findet auch Josef-Pickl-Hafner, Organisator des Klagenfurter Krampuslaufes, der seit 25 Jahren ohne grobe Zwischenfälle verlaufen ist.

Krampuslauf in Klagenfurt am 25. November
Dabei soll es auch bei der nächsten Auflage am 25. November bleiben, wenn 50.000 Besucher erwartet werden. "Das Entscheidende ist, dass wir jede Gruppe von Sicherheitskräften begleiten lassen - lieber mehr Personal als zu wenig. Schließlich sollen auch die Krampusse vor Provokationen geschützt werden."

Zudem würden die Teilnehmer streng geprüft. Pickl-Hafner: "Wenn eine Gruppe einmal negativ aufgefallen ist, wird sie gestrichen. Das sollte doch jeder Veranstalter so machen."

Krampuslauf: Strengere Auflagen gefordert
Für die Zukunft fordert der Brauchtumsverband strengere Auflagen für alle Veranstaltungen. "Ohne Absperrung soll es gar keine Freigabe mehr geben. Und es wäre empfehlenswert, wenn die Läufe nur noch in den Städten stattfinden, wo man bessere Vorkehrungen treffen kann", sagt Obmann Wolfgang Lattacher.

"Unter den Masken sind keine Schwerverbrecher!"
Auch in der Krampus-Szene grübelt man, wie es weitergehen soll. "Klar gibt es überall schwarze Schafe. Gegen die gehört natürlich vorgegangen", sagt Patrick Paul, Obmann der Gruppe "Monasterium Diabolus" aus Arnoldstein. Er hoffe aber auch, dass die Besucher bei den kommenden Läufen nicht negativ eingestellt sind. Paul: "Unter den Masken sind ja keine Schwerverbrecher, sondern teilweise Familienväter, die einfach den Brauch für ihre Kinder aufrechterhalten möchten." Derselben Meinung ist auch Thomas Juri, ein langjähriger Krampus und Maskenbauer aus Lavamünd.

Christian Rosenzopf, Kärntner Krone

Mehr zum Thema:

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden