Sa, 18. November 2017

Nach Konzertabbruch

14.11.2017 06:16

Erste heiße Spur zu Welser Bombendroher

Nach fast zwei Monaten intensiver Ermittlungsarbeit steht die Welser Polizei offenbar kurz vor der Klärung jener anonymen Bombendrohung, die am 23. September zum Abbruch des Welser Konzertspektakels (Messehalle) geführt hatte. Es wird bestätigt: "Es gibt einen Verdächtigen!"

Zwei Drohanrufe waren in der Nacht zum 24. September bei der Welser Polizei eingelangt. Zunächst wandte sich der anonyme Anrufer um 23.03 Uhr an die Polizeiinspektion Dragonerstraße. Er behauptete, in der Messehalle eine Bombe deponiert zu haben: "Sie wird in 30 Minuten hochgehen." Fünf Minuten später wiederholte er die telefonische Drohung auch noch gegenüber der Inspektion Innere Stadt.


5500 Besucher evakuiert
Die Polizeiverantwortlichen fackelten nach den Bombendrohungen nicht lange, kontaktierten umgehend den Konzertveranstalter. Mit dem Ergebnis: Die Veranstaltung wurde abgebrochen, die ausverkaufte Halle 20 mit 5500 Besucher wurde evakuiert. Um keine Panik aufkommen zu lassen, wurde den Gästen erklärt, dass es ein Problem bei der Belüftungsanlage gebe. Eine Bombe konnte zwar nicht gefunden, der wirtschaftliche Schaden war allerdings beträchtlich.


Staatsanwaltschaft bestätigt Spur
Die Fahndung nach dem Anrufer gestaltete sich für die Ermittlungsbehörden nicht einfach. "Krone"-Recherchen zufolge scheint es nun aber eine ziemlich heiße Spur zu geben. "Wir können bestätigen, dass es einen Verdächtigen gibt", sagt Birgit Ahamer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, dazu. Über Hintergründe oder Details zu seiner Person will sie vorerst aber keine Auskunft geben.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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