Di, 21. November 2017

Großbrand in Traun:

13.11.2017 15:49

„Mussten Schläuche in Flammen zurücklassen“

Völlig zerstört wurde jene 2000 Quadratmeter große Lagerhalle in St. Martin bei Traun, in der - wie berichtet - ein kleines Feuer außer Kontrolle geraten war. Da keine Brandmeldeanlage vorgeschrieben und installiert war, hatte das Feuer Zeit, sich unters Dach vorzufressen. Einsatzleiter Oskar Reitberger: "Kameraden mussten ihre Haut retten und Löschschläuche zurücklassen."

"Krone": Anfangs schien der Brand nicht dramatisch zu sein.
Oskar Reitberger: Aber nur am Anfang. Da sah es so aus, als würde es nur in einem Aufzugsschacht und zwei, drei Büros brennen - das hatten wir rasch im Griff und auch der Qualm wurde weniger.

"Krone": Doch dann ging das Feuer plötzlich auseinander.
Reitberger: Kameraden, die am Dach waren, berichteten, dass es sehr heiß ist. Als wir die Konstruktionspläne sahen - ein halber Meter Styropor und Bitumenabschluss zwischen Eternit und Blech -, wussten wir, da brennt’s unterm Dach.

"Krone": Und dieser Brand war nicht zu löschen?
Reitberger: Wir orderten Lanzen nach, mit denen wir durchs Dach stoßen und Wasser einspritzen können. Doch fünf Minuten, ehe diese kamen, brach das Feuer durchs Dach. Dann konnten wir nur noch von Drehleitern aus Löschen und das war im starken Wind teilweise grenzwertig.

"Krone": War jemand gefährdet?
Reitberger: Jene Kameraden, die beim Branddurchbruch im Gebäude einen Innenangriff durchführten, holte ich sofort zurück. Die Halle ist eine Stahlkonstruktion und so ein Träger bricht ohne Vorwarnung zusammen. Sie mussten ihre Schläuche zurücklassen, die verglühten.

"Krone": Es gibt auch einen Verletzten zu beklagen.
Reitberger: Es barsten Fenster, eine heiße Scherbe fiel einem Kameraden oben in die Jacke - er erlitt einen Schnitt und Verbrennungen.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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