Mi, 22. November 2017

Vorsicht Abzocke!

13.11.2017 14:41

Falsche Anwältin droht in Brief mit Pfändung

Vorsicht Abzocke! Laut AK Tirol werden derzeit vermehrt dubiose Schreiben von einer vermeintlichen Anwältin namens Gabi Schütter verschickt. Gefordert werden 373 €. Wer nicht zahlt, müsse mit einer Pfändung rechnen! Rat der Experten: Nicht einschüchtern lassen!

Bereits vor kurzem warnte die Arbeiterkammer vor den betrügerischen Forderungen der so genannten "Prozess Kasse". Mittlerweile hätten sich wieder viele verunsicherte Tiroler gemeldet, die weitere amtlich anmutende Schreiben mit diesem Absender erhalten haben. Diese Schriftstücke stammen von einer angeblichen Anwältin mit dem Namen Gabi Schütter und sind mit Schlagwörtern wie "Zahlungsbefehl" oder "Gerichtsbeschluss" betitelt. Gefordert wird ein Betrag in Höhe von 373, 49 Euro, der auf ein belgisches Konto überwiesen werden soll. Wer nicht zahlt, dem drohe eine Kontosperre bzw. sogar eine Pfändung.

"Den Hintermännern geht es darum, den Druck auf die Betroffenen nun weiter zu erhöhen, um sie doch noch zu einer Zahlung zu bewegen", warnen die AK Konsumentenschützer.

Die AK-Experten betonen einmal mehr: "Diese Forderung ist völlig frei erfunden und das Unternehmen ,Prozess Kasse’ rechtlich gar nicht existent. Deshalb: Nicht unter Druck setzen lassen und auf gar keinen Fall bezahlen."

So erkennen Sie unseriöse Forderungs-Schreiben:

  • Lassen Sie sich, wie in diesem Fall, auch von angedrohten Klagen, angeblichen Pfändungen oder einem vermeintlichen "Amtsgerichts"-Stempel nicht unter Druck setzen, sondern prüfen Sie solche Schreiben in aller Ruhe.
  • Seien Sie skeptisch, wenn der konkrete Absender und der Grund für die Forderung nicht klar ersichtlich sind.
  • Im aktuellen Fall rund um die "Prozess Kasse" fällt zusätzlich auf, dass als angebliche Absenderadresse Wien angegeben ist, die am Schreiben ersichtliche Kontakttelefonnummer hingegen auf Großbritannien und die IBAN am Zahlschein auf ein Konto bei einer belgischen Bank hinweisen.

Im Zweifelsfall bei den Konsumentenschützern der AK Tirol nachfragen. Die Experten helfen und beraten unter der kostenlosen Hotline 0800/22 55 22 - 1818.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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