So, 20. Mai 2018

ATP-Finals

12.11.2017 08:39

Thiem in London: Mit der U-Bahn ins "Theater"

Dominic Thiem saugte die Atmosphäre im Wembley-Stadion beim 0:0 zwischen England und Deutschland auf und freute sich über ein langes Tennis-Sparring mit Titelverteidiger Andy Murray in der 02-Arena (siehe Video oben).

Privilegien sind ihm eigentlich fremd, doch wenn es um Fußball-Karten geht, ticken die Uhren anders. Nach dem Training in der O2-Arena fragte Dominic Thiem bei den Bossen der ATP World Tour Finals um Tickets für das Freundschaftsspiel am Freitag zwischen England und Deutschland im Wembley-Stadion. Sein Wunsch wurde sofort erhört.

Eineinhalb Stunden hätte die Fahrt mit dem offiziellen Spieler-Shuttle in die Heimstätte der "Three Lions" gedauert, da rümpfte Österreichs Tennisstar die Nase. "Zu viel Stau in London, wir nehmen lieber die U-Bahn."

Fußballfan Thiem
So dauerte der Trip von der Westminster Station zum Wembley Park gerade einmal 25 Minuten, umso glücklicher nahm Dominic kurz drauf auf der noblen VIP-Tribüne Platz. "Keine Frage", lächelte er, "toll! Aber das brauche ich eigentlich gar nicht. Ich sitze auch gerne in der Kurve hinter dem Tor." Wie zum Beispiel heuer im April im Dortmunder Fan-Sektor in der Champions League in Monaco - oder mit einer 20-Euro-Karte in der deutschen Bundesliga in Berlin bei Hertha gegen Gladbach.

0:0 im Fußball-Klassiker, wenig Stimmung auf den Rängen, der Lichtenwörther war dennoch begeistert. "Dieses Stadion ist wie ein Theater, ich hab hier letztes Jahr schon Englands Sieg gegen Schottland miterlebt", saugte er die Atmosphäre auf, "auch wenn hier alles erneuert wurde, spürt man förmlich überall die Tradition. Fußball pur!"

Training mit Murray
Britisch ging es auch am Samstag beim Training in der O2-Arena zu. Thiem spielte zwei Stunden lang mit dem ehemaligen Weltranglisten-Ersten Andy Murray. Der 30-Jährige arbeitet nach seiner Hüftverletzung am Comeback, verpasste aber die Qualifikation für das Saisonfinale der besten acht Spieler.

"Den Titelverteidiger als Sparring-Partner zu haben", grinst Dominic, "das ist natürlich kultig. Die Einheit hat viel gebracht, ich fühl mich wohl."
Am Montag startet Dominic gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov ins Turnier: "Ich spiele sicher besser als in den letzten Wochen, die Richtung passt also"

Peter Moizi (in London), Kronen Zeitung

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