Fr, 24. November 2017

Kampf um Marawi

11.11.2017 14:06

Philippinische Armee tötet 600 Islamisten

Philippinische Sicherheitskräfte haben bei den Kämpfen zur Befreiung der Stadt Marawi nach Angaben eines Regierungsberaters etwa 600 Islamisten getötet. Etliche stammten aus dem Nahen Osten, aus Indonesien und Malaysia.

Regierungstruppen hatten die mit der Terrormiliz Islamischer Staat verbündeten Rebellen im Oktober nach fünf Monate dauernden Kämpfen besiegt. Die Extremisten hätten es leicht gehabt, weil sie unter Muslimen im Süden der Philippinen akzeptiert gewesen seien, sich mit örtlichen Clans verbündet und über Monate in unterirdischen Lagern Waffen angehäuft hätten, sagte Jesus Dureza, ein Berater der Führung um Präsident Rodrigo Duterte, dem deutschen Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Und so wachten wir eines Tages auf, und die Terroristen führten sich auf, als hätten sie ein Kalifat errichtet."

"Wir eliminieren IS-Führer gezielt"
Dureza warnte IS-Anhänger davor, nach den militärischen Niederlagen im Nahen Osten nun die Philippinen als Rückzugsraum zu betrachten. "Wir eliminieren IS-Führer gezielt", sagte er. Zugleich kündigte er verstärkte Anstrengungen um mehr Rechte für Muslime im Süden des Landes an, um eine "historische Ungerechtigkeit zu beseitigen, denn darin liegt die Wurzel des Terrors".

Marawi - etwa 800 Kilometer südlich von Manila auf der Insel Mindanao gelegen - ist eine mehrheitlich muslimische Stadt; die Filipinos sind ganz überwiegend katholisch. Islamisten hatten die Stadt am 23. Mai angegriffen. In dem Konflikt starben mehr als 1000 Menschen, rund eine halbe Million Einwohner mussten ihr Zuhause verlassen. Ein Großteil Marawis liegt in Trümmern.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden