Di, 12. Dezember 2017

Wirtschaftsbetriebe

10.11.2017 17:08

Stift Admont wälzt weiter große Pläne

Wasserkraftwerke, Immobilien, das Gymnasium mit 570 Schülerinnen und Schülern, ein Pflegeheim in Frauenberg, ein Studentenheim in Graz, ein Weingut in Slowenien: Dieser Auszug belegt, wie breit die Palette an Wirtschaftsbetrieben des Stifts Admont ist. Sie geben etwa 550 Menschen Arbeit. Weitere Pläne, etwa für die Holzindustrie und die Kaiserau, liegen bereits auf dem Tisch.

"Stellen Sie sich einmal kurz die Region ohne das Stift und seine Einrichtungen vor." Wirtschaftsdirektor Helmuth Neuner muss nicht fortfahren, jeder im Raum hat ein (wenig positives) Bild im Kopf. Das Benediktinerstift Admont verfügt über eine fast 1000-jährige Geschichte. Die derzeit 25 Mönche des Klosters betreuen 26 Pfarren. Dazu kommt ein Netz an Betrieben, das weit über die Land- und Forstwirtschaft hinausgeht.

In diesem Bereich zählte das Stift 1955 noch 250 Mitarbeiter, mittlerweile sind es nur mehr 25. Längst wird verstärkt in Industrie investiert und der Fremdenverkehr vorangetrieben, etwa mit dem Museum und dem Hotel Spirodom, das mehr als 20.000 Gäste pro Jahr in die Region bringt.

Mountainbiker sollen die Kaiserau erobern
Auch zum kleinen Skigebiet Kaiserau steht man weiterhin, obwohl der Sturm im Oktober erhebliche Schäden bei den Anlagen anrichtete. Nach einem Abenteuerspielplatz heuer soll im nächsten Jahr eine Weltcup-taugliche "Pumptrack" (eine spezielle Mountainbike-Strecke) entstehen. Auch Investitionen für den "Advent im Stift", eine Film- und Fotodatenbank für die Region und ein neuer Online-Auftritt stehen am Plan. Gleich zehn Millionen Euro fließen 2018 in die Admonter Holzindustrie, die sich von der Wirtschaftskrise erholt hat.

"Wir sind reich - reich an Arbeit. Das Stift Admont hat die Vision, die Region nachhaltig zu entwickeln, Arbeitsplätze und Wohlstand zu schaffen", bekräftigt Neuner.

Sensationsfund ab Ende März ausgestellt
Und dann ist da noch der 25. März 2018: Da werden die in der berühmten Stiftsbibliothek entdeckten, etwa 1200 Jahre alten Wörterbuchfragmente ("Admonter Abrogans") erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht - als Teil der Handschriftenausstellung.

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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