Di, 12. Dezember 2017

Prozess in London

11.11.2017 06:07

Uber muss Fahrern Mindestlohn zahlen

Der US-Fahrdienstvermittler Uber muss seinen Fahrern in Großbritannien den Mindestlohn zahlen. Die Fahrer seien als Angestellte zu betrachten und damit mindestlohnberechtigt, stellte ein Arbeitsgericht in London am Freitag fest. Für Uber fahren nach Unternehmensangaben allein in der britischen Hauptstadt 40.000 Fahrer.

Zwei Uber-Fahrer in Großbritannien hatten im Oktober 2016 vor einem Arbeitsgericht in erster Instanz durchgesetzt, dass sie Anspruch auf Urlaubsgeld, Krankengeld und den britischen Mindestlohn von derzeit 7,50 Pfund (8,50 Euro) haben. Dagegen legte die US-Firma Berufung ein. Diese Berufung wies das Arbeitsgericht in London nun zurück.

"An die Arbeit gekettet"
Einer der Kläger, Yaseen Aslamn, hatte gesagt, Uber-Fahrer seien wegen der hohen Kosten "an die Arbeit gekettet". Die Liste sei lang: Versicherungen, Führerschein ... Es gebe Fahrer, die im Auto schliefen, und welche, die 90 Stunden pro Woche führen, um dann mit einem Verdienst nach Hause zu kommen, der dem Mindestlohn entspreche.

Uber dagegen argumentierte, die große Mehrheit der Fahrer wollten ihre "Freiheit" und ihr eigener Herr sein. Bei Uber hätten sie die freie Wahl und könnten Arbeitsdauer und Arbeitszeiten selbst bestimmen.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden