So, 17. Dezember 2017

EZB-Vize überzeugt:

10.11.2017 08:36

"Kryptowährungen werden Geld niemals verdrängen"

Kryptowährungen werden niemals das Geld der Notenbanken ersetzen. Davon zeigt sich zumindest der Vizechef der Europäischen Zentralbank (EZB), Vitor Constancio, überzeugt. Die virtuellen Währungen seien lediglich ein Handelsobjekt, mit dem spekuliert werde, sagte er am Donnerstag in Rom.

In einem begrenzten Rahmen fungierten Kryptöwährungen als Tauschmittel unter sehr speziellen Bedingungen. Dazu zählten auch kriminelle Aktivitäten, so Constancio. Die EZB argumentiert seit längerem, dass Kryptowährungen kein Risiko für das Geldsystem darstellten, da die Volumina vergleichsweise gering seien.

Der EZB-Vize warnte aber Zentralbanken davor, virtuelle Währungen durch den Einsatz der Blockchain-Technologie zu stützen. Blockchain funktioniert wie ein virtuelles Kassenbuch, über das Geschäfte in der Finanzbranche direkt zwischen zwei Parteien abgewickelt werden können - und zwar schneller und günstiger. Auf dieser Technologie beruht auch die bekannteste Kryptowährung Bitcoin.

Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin hatte zuvor am Donnerstag offiziell vor dem Erwerb von Kryptowährungen im Rahmen sogenannter Initial Coin Offerings gewarnt. Solche Platzierungen würden erhebliche Risiken mit sich bringen, mahnte die Behörde. Fast täglich entstehen neue Internetwährungen. Laut der Internetseite Coinmarketcap.com gibt es mittlerweile rund 1270 Währungen mit einem Volumen von über 200 Milliarden Dollar (172,6 Milliarden Euro).

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