So, 20. Mai 2018

Zum 25. Todestag

10.11.2017 08:43

Ernst Happel: Von Anfang an Rapid

In Österreich kickte Ernst Happel nur für die Grün-Weißen, mit denen er sechsmal Meister wurde. Alles begann im Sommer 1938 auf dem Meiselmarkt.

"Herr Nitsch", sagt ein Gast auf dem Meiselmarkt zum Rapid-Nachwuchschef, "da gibt’s einen, der is guat. Ein Straßenkicker. Den Happel."

Dabei war dessen erste große Liebe die Admira. "Die blütenweißen Dressen", sagte er später, "haben es mir angetan. Aber Jedlesee war zu weit." Rapid war vom Meiselmarkt näher. Und der Leopold Nitsch saß immer in der Weinstube vis-a-vis  vom Gemüse- und Obststand seiner Oma.

Es ist Sommer 1938. Der 12-jährige Ernst Happel wird zum Rapid-Probetraining gebeten. Über 100 Buben haben es probiert. Happel ist einer von sechs, die ausgewählt werden. Doch ab dem ersten Moment, als er das grün-weiße Trikot übergezogen hatte, war es um ihn geschehen. 1942 debütierte er in der Rapid-Kampfmannschaft, 1946 folgte der erste von sechs Meistertiteln als Spieler. Und das einzige Double.

Sogar Reals Präsident war beeindruckt
Happel kannte immer nur einen Weg. Den seinen. Der ihn einmal fast aus Hütteldorf fortgeführt hat. Im Sommer 1950 beherrscht nur ein Thema die Schlagzeilen: Happel steht vor einem Wechsel zum Stadtrivalen Austria. Er bleibt bei Rapid. Der Libero der besten Vereinsmannschaft Europas in den 1950ern. Die am 14. November 1956 im Meistercup sogar Real Madrid schlägt. Beim 3:1-Sieg erzielt Happel alle drei Tore. Sein bestes Spiel. Real-Präsident Santiago Bernabeu will ihn vom Fleck weg verpflichten, ehe er erfährt, dass Happel das damals schon fast biblische Fußballalter von 31 Jahren erreicht hat.

Auf einer Auslandsreise in die Türkei mit Rapid bekommt Happel auch seinen Spitznamen "Aschyl". Der türkische Hauptdarsteller in einem von der Rapid-Mannschaft besuchten Kinofilm sah dem grün-weißen Libero zum Verwechseln ähnlich. 1959 beendete er nach 240 Ligapartien für Rapid seine Karriere. Als Spieler.

Serie von Clemens Zavarsky, Kronen Zeitung

Am Samstag lesen Sie: Ernst Happel und das Nationalteam.

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