Mo, 20. November 2017

Risikobarometer

09.11.2017 10:12

Soziale Ungerechtigkeit bedroht Umwelt am meisten

Wie nehmen die Österreicher Risiken für unsere Umwelt dar und auf welche Weise gehen sie damit um? Diese Fragen stellte die Initiative "Risikodialog" im Rahmen einer Umfrage und verglich die Resultate mit Daten, die 2007 erhoben worden waren. Das Ergebnis: Die Sorge um "soziale Ungerechtigkeit" ist am größten, die Themen "Umweltverschmutzung" und "Klimawandel" haben hingegen im Vergleich an Boden verloren, nehmen aber immer noch die Ränge zwei und drei ein. "Gentechnik" und "Datenschutz" nehmen die Plätze vier und fünf ein.

Auffallend ist, dass Frauen und Männer seit zehn Jahren die gleichen Umweltrisiken als relevant wahrnehmen. Unterschiede gibt es allerdings hinsichtlich der Bereitschaft, das eigene Verhalten angesichts von Risiken zu ändern. Hier übernehmen Frauen ähnlich wie in der Befragung 2007 eine Vorreiterrolle, schrieb Initiativpartner Umweltbundesamt am Donnerstag.

Großes Misstrauen gegenüber Medien und Politik
Was das Vertrauen in die Kompetenzen der Institutionen bezüglich der Risikothemen betrifft, hat sich die Reihenfolge nicht verändert. Die Wissenschaft ist in dieser Wertung eindeutiger Sieger, gefolgt von Interessenvertretungen und NGOs. Was auffällt ist, dass insgesamt das Vertrauen in alle Institutionen abgenommen hat, nur die NGOs konnten hier einen Zuwachs für sich reklamieren, den sie den Frauen zu verdanken haben.

Ganz unten, an siebenter Stelle, ist die Politik gelandet. Die Medien wurden Vorletzter und mussten den größten Vertrauensverlust hinnehmen.

Misstrauen gegenüber Medien
Trotz des Misstrauens gegenüber Medien informieren sich die Befragten inzwischen am häufigsten im Internet, wenn es um Risiken geht, am zweiten Platz folgen dann Freunde, Bekannte und Familie. Die klassischen Medien - TV, Print und Radio - werden als Informationsquelle zu Umweltrisiken weniger herangezogen als noch 2007 und wurden allesamt vom World Wide Web überholt.

 krone.at
Redaktion
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