Fr, 20. April 2018

In Farbe verfangen

09.11.2017 08:56

Heuschrecke in Van-Gogh-Gemälde entdeckt

Im Museum von Kansas City im US-Bundesstaat Missouri hat eine Konservatorin eine atemberaubende Entdeckung gemacht: Im Gemälde "Olivenbäume" von 1889 von Vincent van Gogh fand sie unter dem Mikroskop die Überreste einer echten Heuschrecke. Der Insektenkörper hatte sich in der vom Maler schwungvoll aufgetragenen Farbe verfangen.

Sie habe das Gemälde untersucht, weil sie sich für dessen verschiedene Farbschichten interessiert habe, sagte die Konservatorin Mary Schafer vom Nelson-Atkins-Kunstmuseum am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Der Fund der Heuschrecke sei nun "eine lustige Art und Weise, einen neuen Blick auf einen van Gogh zu werfen".

Der Insektenkörper war nicht vollständig erhalten, der Brustabschnitt und Hinterleib fehlten. Da in der Farbe rund um den Kadaver keine Spuren von Bewegung zu erkennen waren, war der Grashüpfer nach Angaben des Insektenkundlers Michael Engel von der University of Kansas vermutlich bereits tot, als er auf der Leinwand landete.

Van Gogh malte häufig im Freien
Die Entdeckung ist wohl darauf zurückzuführen, dass van Gogh häufig im Freien malte. In einem Brief von 1885 an seinen Bruder Theo schrieb er, dass er mehr als hundert Fliegen von vier Gemälden beseitigt habe - "ganz zu schweigen von Staub und Sand".

 krone.at
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