Mi, 22. November 2017

Zum Welt-Diabetestag

09.11.2017 06:00

„Zucker“ greift die Frauen an!

Diabetes und seine Folgen kosten Frauen 14 Lebensjahre! Auch, weil die Krankheit gerade beim weiblichen Geschlecht nach wie vor unterschätzt wird. Dabei ist "sie" vor allem in älteren Jahren durch Zuckerkrankheit gefährdeter als "er".

Weltweit leiden 199 Millionen Frauen an Diabetes, im Jahr 2024 werden es bereits 313 Millionen sein. Das Problem: Der weibliche Körper wird durch die Zuckerkrankheit stärker geschädigt als der männliche: "Schon Vorstufen des Leidens treten bei Frauen häufiger auf, werden aber leichter übersehen. Für Diabetikerinnen steigt außerdem das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfälle stark an. Nierenprobleme zeigen sich ebenfalls häufiger. Die Zielwerte werden schlechter erreicht, auch weil Frauen öfter unter schwer einstellbarem Diabetes leiden", so Endokrinologin Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer, MedUni Wien, auf einer Pressekonferenz. Zusätzlich lösen Stress sowie Schlafmangel im weiblichen Körper öfter Diabetes aus als im männlichen.

Der Welt-Diabetestag am 14.November rückt deshalb die Frauen ins Blickfeld. "Sie haben Einfluss auf den Lebensstil ihrer Familie und sind Schaltstelle, um auf die Zuckerkrankheit aufmerksam zu machen", so Prof. Hermann Toplak, Präsident der Österreichischen Diabetesgesellschaft (ÖDG). "Frauen und Diabetes", so das Motto 2017, hängen auch in vielen weiteren Belangen eng zusammen: Die Damen beeinflussen die gesundheitliche Zukunft ihrer Kinder und pflegen oft Ältere - viele davon haben Diabetes. Ebenso in punkto Schwangerschaftsdiabetes, immerhin betrifft das zehn Prozent aller "Frauen guter Hoffnung", sind sie logischerweise Ansprechpartner.

Eva Greil-Schähs, Kronenzeitung

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