So, 19. November 2017

Die Alpenraute Lienz

08.11.2017 09:33

„Was zählt, sind die Berge!“

Mitglieder der "Alpinen Gesellschaft Alpenraute Lienz" schreiben seit mehr als einhundert Jahren weltweit Alpingeschichte, denn den 120 Mitgliedern geht es um das Miteinander beim Berggehen.

Die "Alpine Gesellschaft Alpenraute Lienz" zählt zu den ältesten Bergvereinen der Welt. "Heute zählen wir 120 Mitglieder mit einem Alter zwischen 23 und 96 Jahren", erzählt der langjährige Obmann Markus Huber, der stolz auf die Vereinsgeschichte zurückblicken kann. Denn es waren "Alpenrautler", welche die Lienzer Dolomiten erschlossen haben, und die 1923 mit der "Alpenrautehütte" ihr eigenes Bergheim schufen. 1932 begannen die Expeditionstätigkeiten der Alpenraute mit Dr. Willi Bernard, der an einer Südamerika- und 1934 an der Deutsch-Österreichischen Nanga Parbat-Expedition teilnahm.

"Reisen zu den großen Bergen der Welt hatten bei der Alpenraute eine große Tradition", schildert Obmann Markus Huber der "Berg Krone". Die Erstbesteigungen des Lhote Shar (8400m) sowie des Fang (7647m) waren nur zwei der vielen großartigen Leistungen der Lienzer "Alpenrautler". Gleichgeblieben ist seit der Gründung der "Alpenraute" der Vereinszweck: "Es geht darum, miteinander in die Berge zu gehen, Spaß zu haben und von den Touren bei den Pflichtabenden zu berichten", so Huber. Denn wie vor mehr als einhundert Jahren treffen sich die Vereinsmitglieder jeden ersten Donnerstag im Monat. Huber: "Mitglied werden kann bei uns jeder, aber es braucht zwei Bürgen und ein Jahr Anwärterschaft. Außerdem musste man früher fünf Sommer- und drei Wintertouren nachweisen, wobei im Sommer 2500 Meter über Meereshöhe vorgeschrieben waren und im Winter 2000 Meter."

Mittlerweile wurde das Prozedere der Mitgliedschaft gelockert: "Wer früher den Pflichtabenden unentschuldigt ferngeblieben ist, der wurde rausgeworfen, heute ist es nicht mehr so streng. Wir wollen auch kein exklusiver Bergsteigerverein sein, wir sind alle ,Sonntagsbergsteiger‘, die gerne unterwegs sind und die Kameradschaft untereinander hochhalten. Bei uns sitzen alte und junge Alpinisten gemeinsam am Tisch und tauschen ihre Geschichten aus - dabei geht es immer um unsere geliebten Berge, die uns rufen."

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