So, 17. Dezember 2017

"Konik-Pferde"

08.11.2017 09:29

Zuwachs auf Hufen bei den "Rasenmähern der Au"

Die "Konik-Pferde" fühlen sich in den Auen von Marchegg offensichtlich sehr wohl: Das Fohlen der mit dem europäischen Wildpferd nahe verwandten Gattung, das im Spätsommer das Licht der Welt erblickt hat, erfreut sich bester Gesundheit. Nun ergänzt ein weiteres männliches Jungtier die eigens angesiedelte Herde.

Die auf den Wiesen grasenden Pferde, in einem eigenen Gatter vor mehr als drei Jahren angesiedelt, leisten einen wichtigen Beitrag zur naturnahen Entwicklung der Auenlandschaft: Durch die Herde wird auf natürliche Weise das Weidegras kurz gehalten, das auf den nassen Flächen der Au ansonsten nur schwierig zu mähen wäre. Von den damit neu geschaffenen Lebensräumen profitieren auch andere Bewohner der Region des Grenzflusses - etwa Weißstorch und Feuerfalter.

Nachwuchs entwickelt sich prächtig
Eine erste Zwischenbilanz des Projekts fällt diesbezüglich auch sehr positiv aus: "Unter dem Einfluss der Weidetiere entwickeln sich schöne artenreiche Weide-rasen, Staudenfluren und Waldsäume", erklärt Jurrien Westerhof, Projektleiter des WWF. Die kleinen, aber robusten Tiere sind perfekt an die rauen Lebensbedingungen der Au angepasst - auch an gelegentliches Hochwasser und Gelsenplagen. Und der Nachwuchs in der Herde, der ganzjährig 70 Hektar Fläche an Auwiesen und Auwäldern zur Verfügung stehen, entwickelt sich prächtig: "Der Mutterinstinkt ist bei unseren Stuten bestens ausgeprägt, die ganze Herde hat den Nachwuchs sehr gut aufgenommen. Das zeigt, dass die Pferdeweide den Tieren einen optimalen Lebensraum bietet."

Andreas Leisser, Kronen Zeitung

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