Do, 23. November 2017

Wettlauf

07.11.2017 18:43

Salzburgs Skigebiete verzichten auf den Frühstart

"Snowember" haben die Saalbach-Hinterglemmer diesen November umgetauft. In vielen Skigebieten liegt bereits Naturschnee, in der Nacht wird mit Kanonen nachgeholfen. An einen früheren Start denken nicht viele, die Qualität der Pisten geht offenbar vor. Für die Wintereuphorie ist der frühe Schnee aber allemal gut.

Die Bergbahnen Kitzbühel haben heuer als Nicht-Gletschergebiet auf der Mittersiller Resterhöhe am 14. Oktober die Saison eröffnet, seit Jahren ein Werbegag und teils heftig kritisiert. Ein Schneedepot macht das weiße Band auf braunem Grund möglich, ob es Lust aufs Skifahren weckt, ist fraglich.

Pistenqualität geht bei den meisten vor

Der Neuschnee in Salzburgs Bergen schafft das allerdings schon, die aktuelle weiße Pracht lässt die Buchungen in die Höhe schnellen. Hetzen lassen sich aber selbst höher gelegene Skigebiete nicht. Obertauern startet wie geplant am 22. November (siehe Interview) und Vroni Scheffer, Geschäftsführerin in Zauchensee, betont: "Die Tourengeher sind unterwegs, aber bevor wir nicht eine schöne, breite Piste bis zur Weltcuparena anbieten können, sperren wir nicht auf. Das wird ziemlich fix am 25. November sein, wenn es nächste Woche kalt ist, schon am 18. November." Eine Absage an einen Frühstart kommt auch aus dem Skicircus Saalbach, Hinterglemm, Leogang, Fieberbrunn. Dort geht es am 1. Dezember los, mit einzelnen Anlagen eventuell früher. Die meisten warten also auf den geplanten Saisonstart, außer natürlich am Kitzsteinhorn, wo jetzt schon am Wochenende Tausende Wintersportler gezählt werden. Und die Langläufer kommen ebenfalls ab heute, Mittwoch, auf ihre Kosten: In Sportgastein ist die Loipe präpariert. Gute Nachrichten und Euphorie auch im krisengeschüttelten Gaißau-Hintersee: Dort gehen die Revisionsarbeiten voran, Anfang Dezember soll der Teilbetrieb starten, Kartenvorverkauf gibt es keinen.

ZITAT - Veronika Scheffer, GF Zauchensee Liftgesellschaft
"Die nächste Woche wird bei uns entscheidend. Ist es kalt, werden wir am 18. November aufsperren. Wenn nicht, wie geplant am 25. 11."

INTERVIEW - "Wenn, dann legen wir g´scheit los"
Mario Siedler vom Tourismusverband in Obertauern prognostiziert den Winterstart am 22. November. Dahinter steckt Strategie.
In Obertauern liegen 30 bis 40 Zentimeter Neuschnee, die Schneekanonen laufen schon. Beginnt die Skisaison daher früher?
Nein, wir wollen wie geplant am 22. November starten. Das ist von uns auch so beabsichtigt. Mit nur einigen Liftanlagen starten, das ist nicht in unserem Sinn. Ideal wären mehrere oder sogar die Tauernrunde. Und da schaut es ja aus heutiger Sicht ganz gut aus.
Heißt Obertauern fängt gleich mit dem ganzen Programm an?
Genau. Die Infrastruktur rundherum sollte ja auch passen, Hotels offen sein, Skigeschäfte, Hütten, Restaurants. Das wird dann der Fall sein. Wenn wir loslegen, dann g’scheit.
Warum am Mittwoch?
Das hat bei uns Tradition. So kann sich alles gut einlaufen, spätestens am darauf folgenden Wochenende ist dann alles perfekt.
Obertauern feiert den Winter-Saisonstart gleich dreifach?
Am 25. November mit Obertauern Beats, am 2. Dezember ist das Konzert von Andreas Bourani und am 9. Dezember der große Krampusumzug.

Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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