Do, 23. November 2017

Reform von Reform

07.11.2017 16:59

Hertha-Trainer will Videoschiedsrichter für alle

Pal Dardai, der Trainer von Hertha BSC, verlangt eine Reform des neu eingeführten Videoschiedsrichters. Er will, dass fortan auch die Zuschauer - mit dem Schiedsrichter gemeinsam - die fragliche Szene anschauen können.

Den Berlinern wurden gegen Wolfsburg (3:3) zwei Tore in den letzten 20 Minuten wegen des Videobeweises aberkannt. Die Fans ließen danach ihren Unmut gegenüber dem DFB freien Lauf. Pal Dardai tat das der Bild-Zeitung gegenüber:

"Ich bin dafür, dass die strittigen Szenen an der Video-Leinwand oben an der Anzeigetafel zu sehen sind. So wissen die Fans woran sie sind, das ist spannend und aufregend für die. So kommt für alle auch mehr Ruhe in die strittigen Situationen rein, so wird es nicht so hektisch. Das ist meiner Meinung nach für alle Beteiligten das Beste."

Dardai ist grundsätzlich nicht gegen den Videobeweis: "Ich finde den Videobeweis gut. Der Schiri ist doch die ärmste Sau, hat den schwierigsten Job überhaupt. Jedes Hilfsmittel ist gut für ihn. Aber ich kann auch die Wut der Fans verstehen, die freuen sich, müssen dann einige Zeit warten und merken dann, dass etwas nicht stimmte, dass der Treffer nicht zählt. Aber warum, das können sie nicht sehen."

Auch für Sportreporter schwierig
Auch die deutschen Sportreporter tun sich schwer mit dem Videoschiedsrichter: in der vorigen Runde schoss Leverkusen gegen Köln das vermeintliche 3:1, in der Konferenzschaltung sprach Sabine Töpperwien schon von Vorentscheidung, doch das Tor wurde nach Ansicht des Videobeweises vier Minuten später aberkannt. Töpperwien musste sich aus Leverkusen noch einmal melden, und berichten, dass das Tor aberkannt wurde. (Endstand 2:1). So gesehen wäre Dardais Vorschlag auch für die Kommentatoren gut, denn sie könnten über den Bildschirm die ganze Szene noch einmal anschauen und zumindest einen Tipp abgeben, wie der Schiedsrichter sich am Ende entscheiden wird.

krone Sport
Redaktion
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