Fr, 24. November 2017

92 Jobangebote

06.11.2017 20:32

Aktion 20.000 für ältere Arbeitslose greift

Die jüngste Arbeitslosenstatistik weist für Tirol auch bei Langzeitarbeitslosen und älteren Menschen Rückgänge auf. Mit dazu beigetragen hat laut AMS die Aktion 20.000, die in den Koalitionsverhandlungen von ÖVP und FPÖ in Frage gestellt wird. Die bisherige Bilanz: 62 Personen vermittelt, 92 Jobs im Angebot.

In die politische Debatte will sich Tirols AMS-Chef Anton Kern nicht einmischen. Es sei Sache des Gesetzgebers, die Rahmenbedingungen für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen festzulegen. Doch Fakt sei, dass die Aktion 20.000 genau jene Zielgruppe erreiche, die es besonders schwer habe. Gemeint sind Langzeitarbeitslose über 50.

Zwischen 2010 und 2016 hat sich die Zahl der Betroffenen verfünffacht. Jetzt geht sie wieder zurück. Derzeit sind laut Arbeitsmarktservice 1663 Tiroler mehr als ein Jahr ohne Job (- 10,8 %), 3548 mehr als sechs Monate (- 16,3 %). Die Zahl der Arbeitslosen über 50 sank um 3,3 Prozent auf 7354.

Im heurigen Juli startete die alte Regierung die Aktion 20.000. In Tirol ist der Raum Innsbruck Pilotregion. Kern: "Hier haben wir bisher 62 Personen an Gemeinden und gemeindenahe Organisationen wie Rotes Kreuz oder Caritas vermittelt." Die Betroffenen arbeiten in Bauhöfen, Kindergärten, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Kulturbetrieben oder in der Verwaltung. Die Jobs sind befristet bis 2019 vom Bund gefördert. Ziel ist es, Betroffene wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. "Wir haben bisher keine Abbrüche. Das zeigt, dass die Akzeptanz bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern hoch ist", lautet die Schlussfolgerung des AMS-Chefs.

Dass die Akzeptanz vor allem von Seiten der Gemeinden hoch ist, lässt sich an den Jobangeboten ablesen. Kern: "92 Stellenangebote liegen uns derzeit vor." Laut Plan soll die Aktion 2018 auf ganz Tirol ausgeweitet werden. Ob es dazu kommt, ist ungewiss.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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