Di, 12. Dezember 2017

Landtag

05.11.2017 18:42

Schlagabtausch der Frauen ist garantiert

Heute, Montag, wird das Budget 2018 präsentiert. Am Donnerstag wird im Landtag darüber diskutiert. Und heftige Debatten sind fix. Vor allem die Nachmittagsgebühr an Kindergärten ist umstritten. Die Frauensprecherinnen von SP und Grünen wollen VP-Landesrätin Christine Haberlander in die Mangel nehmen.

"Sie ist Landesrätin für Bildung und Frauenangelegenheiten. Deshalb hätte sich Frau Haberlander gegen die Einführung der kostenpflichtigen Nachmittagsbetreuung an Kindergärten stemmen müssen", ärgert sich SP-Frauensprecherin Sabine Promberger. Sie will deshalb am Donnerstag von ihr wissen, welche frauenpolitische Zielsetzung sie mit der Gebühr verfolgt. Wie berichtet, werden Eltern ab Februar für die Nachmittagsbetreuung zahlen müssen. Je nach Einkommen zwischen 49 und höchstens 150 Euro.
"Warum muss nur für den Nachmittag bezahlt werden? Gerade die VP will flexiblere  Arbeitszeiten. Diese sind aber nicht möglich, wenn ich mein Kind um 13 Uhr holen muss", so Promberger. In vielen Berufen, wie etwa in der Krankenpflege oder im Handel müssen Frauen auch am Nachmittag arbeiten.

Sorge vor Jobverlusten
"Bei der Einführung des Gratiskindergartens 2009 hat die ÖVP von 500 neuen Jobs gesprochen, zum größten Teil für Frauen", befürchtet Promberger, dass  viele Frauen nun arbeitslos werden könnten: "Die Nachfrage für Nachmittagsbetreuung wird sinken, weil sich viele die Gebühr nicht leisten werden können!" Auch Grünen-Frauensprecherin Maria Buchmayr wird eine mündliche Anfrage an Haberlander stellen: "Denn diese Strafsteuer für berufstätige Mütter wird die Familien im Land massiv treffen, die Gleichstellung der Frau um viele Jahre zurückwerfen und die Vereinbarkeit von Job und Familie aushebeln."

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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